„Hairliche“ Geschäftsidee: Haarshampoo aus Weizen

Werbung für H1 Nord, Haarpflege aus Schleswig-Holstein

Moin!

Kristine Bleicken hatte eine Idee und davon möchte ich euch erzählen. Sie stellt Haarpflegeprodukte her – mit Weizen. Auf den Deckungsbeitrag/Tonne bin ich ja mal gespannt und deshalb habe die Unternehmerin bei ihr zuhause auf Gut Neudorf an der Ostsee besucht. Ich sage schon mal vorweg: Ich habe mich noch nie so lange mit Haaren auseinandergesetzt – außer denen, die meine Dusche regelmäßig verstopfen.

Haar-Status: Mein Spliß hat schon Spliß

Bislang kannte ich zwei Arten von Haarpflege: Duschen und Dutt oder Fönen am Lüftungsschlitz im Auto. Hab ich früher jeden Morgen gemacht. Kein Scheiß. Zwei bis drei Mal im Jahr gehe ich dann zum Friseur und lasse das retten, was zu retten ist. Mit dem running gag, dass mein Spliß schon Spliß hat, kam ich lange über die Runden – bis zu diesem Herbst. Abgestillt, Hormonumstellung und ich hab meine Haare abgeworfen wie ein Isländer sein Winterfell. Also, wenn man sich mal mit gepflegten und vor allem gesunden Haaren auseinander setzen möchte, dann ist jetzt der beste Zeitpunkt. Durch einen Zufall bin ich bei H1 Nord Cosmetic gelandet – und hängen geblieben.

Haarpflege aus der Region

Ich bin immer wieder platt, was unser Norden alles zu bieten hat. Ich hätte nie damit gerechnet, dass es eine Haarpflegelinie direkt aus Schleswig-Holstein gibt. Das Thema ließ mich nicht los und als ich neulich von einer Weiterbildung in Heiligenhafen nach Hause fuhr, machte ich Halt auf Neudorf.

Seit 25 Jahren ist Kristine in der Kosmetikbranche tätig. Ich wollte von ihr wissen, wie kommt man dazu sein eigenes Shampoo zu kreieren? Kristina lacht: „Der Grund ist simpel. Meine eigenen Haare waren der Auslöser. Ich hatte Problemhaare und brauchte Hilfe.“ Haarprobleme können unsere Stimmung und unser Wohlbefinden beeinflussen. Gesundes, schönes Haar trägt zu einem positiven Körpergefühl bei. Das ist seit jeher meine Motivation, eine wirksame Pflege zu entwickeln“, erzählt mir die blonde Frau.

Die Antwort liegt direkt vor der Tür

„Inspiriert hat mich der Weizen, den die Männer immer mit Treckern hier im Sommer auf dem Hof herbrachten.“ Sie zeigt in Richtung Trocknung und erzählt mir von dem Tag- und Nachteinsatz der Maschinen. Eines Tages waren die Jungs wieder draußen am Erntegut abkippen. Kristine schaute den fleißigen Erntekräften zu uns hatte mit einmal einen Gedankenblitz. Ob man aus Weizen auch Shampoo herstellen könne? Sie recherierte im Netz und landete bei einem Experteninterview über Weizenproteine in der Haarpflege. „Unser Haar besteht zu 90% aus Proteinen. Daher ist eine Haarpflege, die genau diesen Bestandteil enthält, nur logisch“, findet die Unternehmerin. Das war die Geburtsstunde von H1 Nord. Das „H“ steht übrigens für „Haar“.

Das Geheimnis: Weizenprotein

Kristine und ihr Team entwickelten ein Verfahren, mit dem die wertvollen Proteine aus dem Weizen gewonnen werden können. Dabei ist die Aufspaltung des Weizens sehr wichtig, um die enthaltenen Proteine in „freie“ Aminosäuren und Peptide zu spalten, die besser aufgenommen werden können. Sie sorgen für mehr Glanz, mehr Spannkraft, mehr Volumen. Das ganze geschieht aber nicht einfach so. Dafür müssen die Produkte in einer bestimmten Reihenfolge angewandt werden. Nach zwei Jahren Entwicklungszeit – vom Testen der ersten Prototypen, über das Design des puristisch, nordischen Logos und der Flaschen bis hin zu Produktfotos – brachte ihr dreiköpfiges Team ihre Pflegelinie 2016 voller Stolz auf den Markt. Der Weizen im Shampoo ist übrigens „kosmetischer Weizen“ und nicht von draußen aus dem Lager. Schade, aber auch nachvollziehbar.

Öffnen, pflegen, schließen

„Das Besondere unseres Pflegekonzepts sind die zwei Phasen, die speziell auf die Struktur der Haare eingehen und so Haarschäden in ihrer Ursache beseitigen“, erklärt mir Kristine. Das Shampoo öffnet die Schuppenschicht und leitet die wertvollen Weizenproteine ins Haarinnere. Nun folgt der wichtigste Schritt. Die Schuppenschicht muss wieder geschlossen werden, denn nur dann können die Proteine das Haar festigen und pflegen. Dafür sorgt das sogenannte Rinse, welches die Proteine im Haarinneren sichert. Der Conditioner liefert den Extra Proteinboost. Diese zwei Phasen machen den Unterschied zwischen der H1 Nord Cosmetic Pflegelinie und andere Produkten aus. Sie ummanteln mithilfe von Silikonen oft nur das Haar ohne es wirklich zu pflegen. Klingt doch eigentlich auch ganz logisch, oder? Ich hab das ganze ausprobiert.

In der Reihenfolge habe ich sie auch in der Dusche stehen: 2 x Shampoo, 1 x Conditioner, 1 x Rinse. Hier geht es zum Shop.

Die Anwendung ist ein wenig tricky

Schritt 1: Zwei Mal das H1 Nord Cosmetic Shampoo

Das Shampoo wird ganz normal auf das nasse Haar aufgetragen, leicht aufgeschäumt und ausgespült. Ich spüre dabei richtig, dass die Schuppenschicht geöffnet wird, denn die Haare fühlen sich etwas aufgeraut an. Das Shampoo schäumt nicht so stark, wie ich es von anderen Produkten gewohnt bin. Das liegt daran, dass nicht so viele Tenside enthalten sind, die zwar für viel Schaum sorgen würden, aber auch aggressiv sind. Nach dem Ausspülen trage ich das Shampoo erneut auf, denn jetzt müss das Protein ja in die geöffnete Schuppenschicht gelangen, um dort zu wirken. Das dann auch wieder ausspülen. Die Haare sind jetzt erstmal stumpf. Das ändert sich später schlagartig durch die Rinse.

Schritt 2: H1 Nord Cosmetic Conditioner

Nach dem Shampoo kann dann der Conditioner verwendet werden. 60 Sekunden einwirken lassen, auswaschen. Dieser Schritt ist nur optional. Er gibt nochmal einen Extra Proteinboost.

Schritt 3: H1 Nord Cosmetic Rinse

Das Rinse solltet ihr nach jeder Haarwäsche anwenden, denn NUR dann wird die Schuppenschicht wieder geschlossen. Eine kleine Menge auf Kopfhaut und Haar auftragen und gründlich ausspülen. Ich merke nach der Anwendung sofort, dass die Haare sich wieder superweich und geschmeidig anfühlen.

H1 Nord Cosmetic Pflegebürste

Die Bürste mit Wildschweinborsten rundet das Pflegekonzept ab. Sie aktiviert die Durchblutung und sorgt für ganz tolles Volumen. Am besten bürstet ihr eure Haare über Kopf und setzt direkt am Ansatz an. Das mache ich immer einige Male und wenn ich die Haare dann zurückwerfe habe ich so viel Volumen, wie schon lange nicht mehr.

Ein weiterer Vorteil: Die Bürste entzieht eurem Ansatz den Talg und verteilt ihn wie ein Spitzenfluid im gesamten Haar. So habt ihr keinen fettigen Ansatz und trockene Spitzen mehr und müsst die Haare seltener waschen! Besonders die Kinder lieben die Wildschweinborstenbürste, weil sie so schön weich ist. So ein Naturprodukt hat natürlich seinen Preis, aber wenn ich sehe, dass ich zum Beispiel meine Marlies Möller Bürste schon seit der Konfirmation habe, dann relativiert sich die Anschaffung auch schnell. Die H1-Bürste leistet ihr nun Gesellschaft.

Mein Resümee

Ich habe die Produkte nun seit acht Wochen in Gebrauch. Meine Haare fühlen sich jetzt viel gesünder, glatter und kräftiger an. Auch ohne die Pflegebürste haben sie mehr Volumen und Standkraft. Der HAarausfall ist vorbei, das liegt aber vor allem daran, dass sie mein Hormonhaushalt wieder gesettelt hat. Ich muss zugeben, dass es mit drei bzw. vier Mal shampoonieren recht zeitaufwenig ist – gerade mit nem halbjährigen Zuschauer vor der Dusche, aber es hat meinen Shampookonsum auf jeden Fall überdenken lassen und mich für 2020 dazu bewegt nicht mehr täglich die Haare zu waschen. Shampoo und Rinse sind mit je 18,90 Euro zwar keine Schnäppchen, aber aufgrund der Ergiebigkeit und Wirksamkeit sind sie den Preis in jedem Fall wert! Toll, dass die Weizenschkäge aus Schleswig-Holstein solche wertvollen Inhaltsstoffe für uns bereithalten, und das Kristine ihre Wirkung erkannt haben.

Wie sieht eure Pflegeroutine aus? Wie oft wascht ihr euer Haar?

Eure Deichdeern

Für mehr Transparenz: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit H1 Nord Cosmetic entstanden.

3 comments Add yours
  1. Das hört sich sehr spannend an. Ich habe furchtbare Zotteln, die einen eigenen Willen haben – klassische Naturkrause. Da ich morgens aussehe, als hätte ich in der Steckdose geschlafen, muss ich eigentlich jeden Tag waschen. Dafür benutze ich seit einiger Zeit festes Shampoo, da so ein wenig Plastikmüll wegfällt. Es ist aber auch irgendwie aufwändiger. Eine Spülung muss dann auch noch sein und meist noch Öl, damit nicht alles fliegt. Kostet Zeit und Nerven…

  2. Ich bin ja so froh, dass du auch diesen Autoföhn benutzt 🙂 Meine Friseurin hat sich darüber schlappgelacht. Dank leichter Naturlocken ist das aber ok, danach nur zurechtknautschen oder zusammentüddeln. Zum Glück muss ich nur selten morgens waschen, ist mir 2 x pro Woche abends lieber.
    Viele Grüße
    Ilka

    PS: Bist du dieses Jahr auf der Grünen Woche?

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