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Hilfe! „Blaumeisen“ vom Aussterben bedroht

Zu gerne schlüpfen die "Blaumeisen" nochmal in Ihre Uniform und erinnern sich an die gemeinsame Zeit.

Wir haben das Jahr 2018. Das Artensterben und besonders das der Bienen ist in aller Munde. Jeder versucht seinen Teil dazu beizutragen, um dieses zu verhindern. Wildblumenstreifen werden gesät, Insektenhotels gezimmert und selbst die Kinder „backen“ in ihren Matschküchen SeedBombs, das sind „Samenbomben“ aus Kleckermatsch und Saatgut, die in Nachbars geworfen werden. Hauptsache Alessio, pardon der Biene, geht es gut.

Blaumeise in Not

Doch während alle auf die Biene starren, ist ein besonderer Singvogel still und heimlich auf die „Rote Liste“ gerutscht: Die schleswig-holsteinische „Blaumeise“. Norla- und Grüne-Woche-Hobbyornithologen wird dieser besondere Vogel sicherlich ein Begriff sein. Immerhin gibt es die „Blaumeise“ schon seit 1964. Hinter dem Namen verbirgt sich natürlich kein echter Vogel. Viel schlimmer noch: Dahinter stehen echte Menschen. Frauen. Persönlichkeiten. Echte Menschen mit echten Werten. Menschen, die gelernt haben, dass sich Moderne und Traditionsbewusstsein wunderbar kombinieren lassen. Menschen, die noch wissen, was echter Zusammenhalt und Kameradschaft bedeuten. Es sind ehemalige Schülerinnen der Landfrauenschule Hademarschen, eine Fachschule für Hauswirtschaft im ländlichen Raum, die noch von der Pike auf gelernt haben, wie man effektiv und ressourcenschonend haushaltet und eine Familie ernährt, die Großevents planen und sie auch strukturiert durchführen können. Kurzum, Menschen, die mehr können als nur „putzen, waschen und kochen“ (passend dazu mein Blogbeitrag zur Traumfrauenschmiede).

 

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Es fühlt sich an als wenn Weihnachten abgesagt wird

Kurzer Blick in die Geschichtsbücher: Von 1960 bis 2017 haben die Schülerinnen einmal im Jahr für zehn Tage auf der Grünen Woche in Berlin (bis 2009) und für vier Tage auf der Norla in Rendsburg (2008-2017) ihr Land Schleswig-Holstein vertreten, sich um die Beköstigung im Bauerntreff oder in der ehemaligen CMA-Halle gekümmert. Nun ist diese ganz besondere und bundesweit einmalige Tradition tot – und es fühlt sich für mich so an, als wenn jemand Weihnachten abgesagt hat. Nein, das stimmt nicht. Es fühlt sich schlimmer an. Es macht mich unendlich traurig, wenn es 2018 keine Blaumeisen mehr gibt. Es gibt zwar genug Oberklassenschülerinnen – und das auch erfreulicherweise mehr als in den vergangenen Jahren – aber den Schülerinnen diese Erfahrung zu nehmen, widerstrebt sich mir.

Deshalb werden jetzt in alter Landfrauenschul-Manier die Ärmel hochgekrempelt und angepackt. JEDER kann helfen. So geht’s:

Wie du helfen kannst

Liebe Blaumeisenfreunde,
liebe LandFrauen,
liebe Landjugend,
liebe Bewohner des ländlichen Raumes,
liebe alle,

ich habe eine Bitte an Euch. Kämpft mit uns gemeinsam für den Erhalt dieser wunderschönen Blaumeisen-Tradition. Es ist mir eine Herzensangelegenheit und würde mir das Herz brechen, wenn die Blaumeise ausstirbt.

Eure Deichdeern,
eure Vorsitzende des Fördervereins der Landfrauenschule
und vor allem eure „Blaumeise“ Julia

 

 

 

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