Frikadellenpuff oder Traumfrauenschmiede

Hauswirtschaft – das kann man lernen?! Und einen Meister kann man auch noch machen? Dann wärst du Meister im Kochen, Waschen und Putzen? Hahaha.“ – Ich merke, wie mir das imaginäre Klappmesser in der Hose aufspringt. Sage, aber nichts. Hab ich so gelernt in der Ausbildung. Kritische Kunden gibt es immer. Dumme auch.

So oder so ähnlich läuft ein Gespräch ab, wenn man erzählt, dass man eine hauswirtschatfliche Ausbildung genossen hat. Liebe Leute, auch ich habe ein Jahr an der Fachschule für Hauswirtschaft im ländlichen Raum verbracht und, wenn ich ehrlich bin, nie wieder in einem Jahr gelernt so viel gelernt, wie dort. Klar, kann ich kochen, putzen und waschen. Ich hab aber auch gelernt, wie man eine Großküche leitet, als Hausdame in einem renomierten Hotel agiert oder mein eigenes Café in der Großstadt oder auf dem Land gründe und es – im Gegensatz zu manchen Hipstern – erfolgreich leite.

Natürlich könnte ich auch zuhause bleiben und meinem Mann die Puschen reichen, aber für alle, die es vergessen haben ein kurzer Reminder: Wir leben im Jahr #2016. Come on. Ich bin 29, Mutter und verheiratet. Das ist Fakt. Ich habe aber auch einen Job. Entschuldigung. Klar, das haben andere auch. Bei mir ist das aber so: Wenn ich spontan (mit Ankündigung kann jeder) Besuch bekommen, muss ich keine „KRASS, ich glaub hier wurde eingebrochen“-Show abziehen. Der eine findet das spießig, dass wir gute Gastgeber sind, ich find’s geil. Orga ist halt mein Ding. Jeder nach seiner Façon. In diesem Sinne würde ich die Landfrauenschule in Hademarschen nicht als Frikadellenpuff bezeichnen, sondern als Traumfrauenschmiede. Denkt mal drüber nach 😉img_0361

Und weil mir das Thema Hauswirtschaft so am Herzen liegt, werdet ihr bald ein paar „Paradebeispiele“-Posts dazu lesen über Frauen, die ne starke hauswirtschaftliche Karriere hingelegt haben – ohne Kittelschürze.

So, ich werd jetzt erstmal die Küche aufräumen und Wäsche waschen. Achne, ist ja schon alles fertig. Dann halt einfach die Füße hochpacken, Wohnzeitschriften lesen und mir dazu einen old school Eierkaffee machen. In diesem Sinne, einen schönen zweiten Sonntag.

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