DIY | Mein Paletten-Kräuterregal

Da wir gerade eine Ferienwohnung ausbauen, haben wir ein großzügiges Sammelsurium an leeren Europaletten angehäuft. Höchste Zeit also, dieses mal wieder etwas abzubauen. Aus diesem Grund habe ich mich – trotz braunen Daumens (ihr erinnert euch: Stichwort Hortensien-Hospiz) – für ein Kräuterregal entschieden.

Schritt Nummer 1: Der Einkauf

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Du brauchst:

  • eine EuroPalette
  • Unkraut-Vlies
  • Tafelfolie (Kosten ca. 16 €, Kreide meist dabei)
  • einen Handtacker
  • Blumenerde
  • Kinderschaufel (aus Sandkiste stibitzt)
  • verschiedene Kräuter aus dem Supermarkt

Ich habe alle Teile bei Obi gekauft. Aus dem einfachen Grund, weil ich dort vorher online schauen kann, ob sie die Sachen (vor allem die Folie) vorrätig haben und ich somit nicht umsonst fahren darf. Schließlich sind es bis zum Baumarkt 15 Kilometer pro Strecke. 🙂

Schritt Nummer 2: Vlies zurecht schneiden und fest tackern

Schritt Nummer 3: Erde einfüllen

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Schritt Nummer 4: Kräuter einpflanzen und mit Erde bedecken

Schritt Nummer 5: Folie zuschneiden und an den Ecken fest tackern

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Schritt 6: Beschriften

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Schritt 7: Fertig

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Viel Spaß beim Nachbauen. Wenn ihr noch mehr EuroPaletten verbauen möchtet, empfehle ich diese Anleitung von mir.

Eure Deichdeern.

Bauer sucht Hipster

Unsere Landwirte sind schon ziemlich verrückte Typen. Da liegt die Idee also nicht fern, sich Anfang Juni, also einen bis anderthalb (je nach Region) Monate vor dem Erntestart, mit dem Mähdrescher auf den Campus, in dem Fall der Platz der Göttinger Sieben in Göttingen, zu stellen und zu zeigen, welche Schritte eigentlich notwendig sind bis das Frühstücksbrötchen so auf dem Tisch liegt, wie wir es kennen.

Highlights:

AgrarScouts:

  • 28 Junglandwirte, die einen Tag vorher acht Stunden lang als AgrarScouts ausgebildet wurden. Hier lernt man den richtigen Umgang mit kritischen Fragen, wie man richtig zuhört, wie man aktiv auf seine Mitmenschen zugeht und sie auch wertschätzt. Auch ich bin einer von den mittlerweile 290 AgrarScouts.

Brot und Mehl: Welche Mehltypen gibt es und was macht eigentlich so ein Müller den ganzen Tag?

  • 500 g Mehltüten (Roggen, Dinkel, Weizen) und eine große Schautafel
  • Der Beruf des Müllers: Supermodern – hättest du es gewusst? Schau mal hier.

Ernte: Auf der Straße gefürchtet – auf dem Acker begehrt

  • Mähdrescher zum Probesitzen, natürlich. Da kommt das Kind ins uns allen hoch. 🙂

Pflanzenschutz: Welche Arten gibt es eigentlich? Vogelscheuche, Nützlinge  

  • eine Drohne, mit der man supermini Schlupfwespen über der Maisfläche abwerfen kann
  • eine Schautafel über Glyphosat mit pro und kontra: Wann wird es wirklich verwendet? Gibt es Alternativen?
  • ein Behältnis mit Mehlwürmern und Käfern

Aussaat: Wie kommt die Saat in den Boden?

  • eine Schautafel zum Thema Aussaat

Pflanzenzüchtung: Forschung und Entwicklung von Weizen, Mais & Co.

  • kranke, von Fusarien befallene Weizenpflanzen (und gesunde zum Vergleich)
  • Petrischalen mit unterschiedlichen Pilzen
  • Schautafel zur Pflanzenzüchtung

Die Aktion, die von den Junglandwirten Südniedersachsen und der Fachschaft Agrarwissenschaften der Uni Göttingen in Kooperation mit dem Forum Moderne Landwirtschaft initiiert wurde, war ein voller Erfolg. Über 800 Nicht-Agrarier (also Geschichts-, Soziologie-, Lehramts- und Jurastudenten und viele weitere) informierten sich bei ihren Kommilitonen. Sogar die Presse war vor Ort. Wen es interessiert: Hier der Link zum Göttinger Tageblatt.

Wenn ihr auch mal Lust habt, so eine Aktion umzusetzen, dann meldet euch gerne bei mir. Gemeinsam schaffen wir es, die moderne Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Eure Deichdeern.

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„Wie ich als Landmensch die Digitalisierung lieben lernte“ 

Ein Gastbeitrag von der lieben Nele Süß.
„Digitalisierung im ländlichen Raum – wie lautet die Erfolgsstory?“ – unter dieser Überschrift lud das frisch gegründete schleswig-holsteinische Quartier der Digital Media Women (#DMWSH) zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein vergangene Woche zu einem abendlichen Workshop ein. Ziel des Abends war herauszufinden, wie auch Skeptiker von den Vorteilen der Digitalisierung überzeugt werden können – und zwar mithilfe von Storytelling, einer Marketing-Methode, bei der durch den Einsatz von emotional ansprechenden Geschichten Informationen positiv vermittelt werden können.

Zusammengefunden hatte sich eine bunte Runde – von der Bloggerin über die Kommunikationsleiterin eines Wissenschaftszentrums bis hin zur Landwirtin waren verschiedenste Berufsrichtungen vertreten, sogar zwei Gäste aus Berlin waren an Bord. Ebenso vielfältig waren die Ergebnisse der intensiven Diskussionen in den drei Arbeitsgruppen, in deren Zentrum unterschiedliche Werte standen: Status, Sicherheit oder Neugier. Es galt zu überlegen, mit welchen Geschichten man eine Verhaltensänderung der einzelnen Gruppen erreichen könnte, sprich: Wie man die Horrorstorys durch Geschichten, die die positive Seite der Digitalisierung zeigen, ersetzen kann.

Am Ende des Abends standen drei Kernaussagen fest:

  1. Die Digitalisierung ermöglicht mehr Demokratie in der Welt, da jeder seine Chancen auf Wissensvermittlung, Vernetzung und Sichtbarkeit ergreifen kann.
  2. Essentiell dafür ist jedoch der weitere Ausbau der Infrastruktur (gerade im ländlichen Raum), die Stärkung der Medienkompetenz sowie eine höhere Akzeptanz für digitale Angebote – und damit auch eine stärkere Unterstützung durch den Staat, aber auch die Bereitschaft der Unternehmen, in den ländlichen Raum zu investieren.
  3. Die Digitalisierung ermöglicht auch und gerade den eher konservativ denkenden Menschen und damit den Skeptikern, ihre Art zu leben weiterzuführen, denn: Die Gemeinschaft z.B. auf dem Dorf, zerbricht nicht durch Digitalisierung, sondern kann vielmehr helfen, das Zusammenleben auf dem Dorf zu erhalten.

Präsentiert werden die Ergebnisse aus diesem und weiteren Workshops der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein auf der Digitalen Kieler Woche im September.

Hier eine Übersicht der nächsten Termine der Veranstaltungsreihe „Region Digital“:

  • 15.06., 20 Uhr: Workshop zum Thema „Start Up auf dem Lande“ – im Rahmen des Waterkant Festivals in Kiel
  • 28.06., 18 Uhr: Workshop zum Thema „Bildung“, u.a. Best Practice-Beispielen aus Estland. Ort: Atelierhaus im Anscharpark, Kiel.
  • 19./20.09.: „Region Digital – für alle“ – eine zweitägige Konferenz im Rahmen der Digitalen Woche Kiel. Ort: Atelierhaus im Anscharpark, Kiel.

Weitere Termine sind in Planung, u.a. zum Thema „Landwirtschaft und Digitaler Wandel“. 

Text & Bilder: Nele Süß

Hofsafari: Corinna und ihr Abenteuer Heimat

Corinna ist 33 Jahre alt und wohnt  mit ihrem Mann, ihrer Tochter und dem Opa auf einem Bauernhof im Herzen Westfalens. Eigentlich ist sie Theologin und arbeitet an der Uni als Dozentin. Wenn sie dort nicht ist, versucht sie zuhause mitzuhelfen oder mit ihrer Tochter den Hof zu erobern. Besondere Schätze und Abendteuer auf ihrem Hof verblicht sie auf hofsafari.de.

Wie kamst du auf die Idee deinen Blog Hofsafari zu gründen?

Als wir von der Stadt zurück aufs Land gezogen sind, um dort nebenberuflich die Landwirtschaft auf dem elterlichen Hof meines Mannes wieder aufleben zu lassen, fanden das die Freunde und Arbeitskollegen aus der Stadt irre spannend. Sie haben mich Löcher in den Bauch gefragt. Mutterkuhhaltung ist für Theologen an der Uni ungefähr so exotisch wie der Pinguin im Zoo. Ich habe gemerkt, dass sie so überhaupt keine Idee davon haben, was wir da treiben. Ständig diese Frage, warum wir unsere Kühe nicht melken…Nüchtern betrachtet, war also ein Bedarf da.  Anfangs bin ich immer noch zur Arbeit in die Stadt gependelt. Ich hatte das Gefühl zwischen zwei Leben zu Switchen. Das hat mir eigentlich ganz gut gefallen, aber manchmal waren die Brüche schon sehr hart und ich musste abends selber lachen, was für verrückt unterschiedliche Dinge ich den Tag über getan habe. Gerne hätte ich darüber geschrieben, aber es fehlte die Zeit. Dann wurde ich krank und ich hatte mehr Zeit als mir lieb war. Aber auf diese Weise konnte ich mich mit der Erstellung des Blogs beschäftigen und nun möchte ich ihn nicht mehr missen.

Bei Safari denke ich an Löwen und Giraffen. Gibt es die bei dir auch?

Noch nicht, aber ich halte alles für möglich. Wir sind da sehr offen, was die Entwicklung unseres Hofes angeht. Grundsätzlich interessiere ich mich aber eher für die heimischen Tiere. Gerne auch alte Haustierrassen. Ich mag das Ursprüngliche und auf den ersten Blick wenig Spektakuläre. Oft verbirgt sich hinter dem, was wir glauben zu kennen, noch ganz viel spannendes Neues. Das Abenteuer Heimat eben.

Bauernhofpädagogik klingt exotisch. Was versteckt sich hinter dem Namen? 

Es geht darum den Bauernhof erfahrbar zu machen für Kinder und Erwachsene. Die meisten Menschen haben heute keinen Kontakt zur Landwirtschaft. Warum auch? Dadurch wurde allerdings das Unwissen über die Kreisläufe in der Natur immer größer. Viele möchten das ändern und ihren Kindern zeigen, wo das Essen her kommt, welchen Einfluss die Jahreszeiten auf die Pflanzen haben und was im Boden alles lebt. Diesem Wunsch gehen wir auf unserem Hof mit einem bauernhofpädagogischen Angebot nach. Kinder können regelmäßig zu uns kommen und den Bauernhof erleben.

Was treibt dich persönlich zu bloggen?

Am Anfang habe ich nur für mich und Bekannte geschrieben, nach dem Motto irgendwo müssen die Gedanken ja hin. Mittlerweile wird das Interesse immer größer. Das freut mich natürlich und ich überlege mir schon, was ich gerne mitteilen möchte. Was gibt es in dieser Jahreszeit spannendes mit Kindern in der Natur zu entdecken oder was passiert gerade in der Landwirtschaft? Ich will da gar nicht belehren, sondern nur Ideen geben und ein bisschen Anregen. Die Hofsafari findet zwar immer auf einem Bauernhof statt, aber die meisten Dinge über die ich schreibe, kann jeder vor seiner Haustür finden. Man muss gar nicht weit reisen um Entdecker werden zu können.

Wo siehst du dich und deinen Blog in drei Jahren und was möchtest du erreichen?

In drei Jahren soll mir das bloggen immer noch so viel Spaß machen wie heute. Außerdem würde ich mich darüber freuen, wenn ich vielen Menschen Impulse gegeben habe mit ihren Kindern die Natur zu entdecken (oder auch ohne Kinder, einfach selber). Und ich möchte noch mehr landwirtschaftliche Themen unterbringen – mit einer Schleife drum herum. Der Gedanke gefällt mir ganz gut.

Danke Corinna. Alles Liebe für Dich! Deine Deichdeern.

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Fotos: Corinna Baumhoer, hofsafari.de

Grünes Start-up: Junglandwirtin eröffnet Schafskäsemanufaktur

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„Wenn ich mit dem Studium fertig bin, gehe ich erstmal ins Ausland oder zumindest in die Großstadt“, so der Tenor zahlreicher Uniabsolventen. Es gibt aber auch eine kleine, aber feine Bewegung, die gegen den Urbanisierungstrend anschwimmt. Lena Martensen gehört zu dieser „Spezies“. Die 30-jährige Jungunternehmerin aus Tettwang/Achtrup sieht ihre berufliche Zukunft in ihrer Heimat Nordfriesland und macht aus ihrem Hobby, der Schafhaltung, ihren Beruf. Zusammen mit ihr und ihrem Partner leben auf dem Hof ein Hund, zwei Pferde, eine Katze und knapp 50 Schafe plus Lämmer: 26 Schafe sind sogenannte Milchschafe, die Lena melken kann. In ihrem Melkstand sind Platz für zwei Schafe und ein Schaf gibt im Schnitt einen Liter Milch pro Tag. Martensen setzt morgens und abends die beiden Melkbecher bei ihren „Määhdels“ an. Am Ende des Tages hat sie 30 Liter in ihrer Milchkanne. Soviel wie eine Kuh im Durchschnitt gibt. „Das ist weißes Gold“, sagt sie schmunzelnd. Einmal ist ihr der volle Eimer umgekippt. „Da hätte ich wirklich heulen können. Einmal nicht aufgepasst und einen Tag umsonst gearbeitet.“ Den Käse macht Lena in ihrer kleinen sterilen Küche, die aus gefliesten Wänden, zwei großen Töpfen und einem Waschbecken besteht. Wer die Küche von innen betrachten möchte, muss sich in weiße, sterile Kleidung hüllen. Hygiene hat bei ihr oberste Priorität. Handschuhe, Schürze, saubere Kleidung und ein Haarnetz müssen getragen werden. Die Jungunternehmerin ist dort äußerst penibel.

Chef schenkt Schaf

Doch wie kam sie überhaupt zu der Schafhaltung? Lena Martensen wuchs in Bredstedt auf. Durch die Landjugend und ihren landwirtschaftlich geprägten Freundeskreis entschied sich die damals 16-Jährige ihr Abi mit Agrarschwerpunkt in Niebüll zu machen. „Da hat mich die Faszination Landwirtschaft einfach gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen“, so die Maurertochter. Nach der Hochschulreife folgte eine verkürzte, zweijährige Lehre als Landwirtin auf dem Hof von Harke Stollberg in Addebüll. Neben dem Ackerbau widmete sie sich leidenschaftlich gern den 400 Schafen, die mit ihrem „goldenen Tritt und ihrem scharfen Zahn“ die Grasnarbe des Deiches so festigen, wie es keine Maschine schaffen könnte. „Als Abschiedsgeschenk zur bestandenen Ausbildung bekam ich dann ein Schaf vom Chef geschenkt.“ Ein Präsent mit Folgen, wie sie feststellen muss, denn Schafe sind Herdentiere und „so war das eine nicht lange allein“, schlussfolgert die Schäferin.

Hobby zum Beruf

Die Jahre gingen ins Land und Lena widmete sich ihrem Agrarstudium in der Landeshauptstadt. Die Schafe blieben. Vor drei Jahren kaufte sie dann gemeinsam mit ihrem Partner Michael einen Hof in Tettwang. „Es war Platz für mehr Schafe da und aus fünf würden schnell zehn. Ich war als Herdenmanagerin auf einem Milchviehbetrieb angestellt und habe parallel immer überlegt – und gerechnet vor allem – wie ich mit meinen Schafen ein eigenes Einkommen generieren könnte. So kam ich auf die Veredelung der Schafsmilch“, berichtet sie mit freudigem Gesichtsausdruck.

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Und wie steht es mit der Vermarktung? Einen eigenen Hofladen will Lena Martensen nicht. „Dann bin ich an Öffnungszeiten gebunden, das schaffe ich zeitlich gar nicht.“ Sie verkauft ihren Schafskäse über Facebook, in zwei Hofläden in Sprakebüll und Bordelum sowie bei EDEKA in Breklum. Ein weiterer Hofladen in Morsum auf Sylt hat ebenfalls Bedarf angemeldet. Ihr bisheriges Angebot umfasst zwei Käsesorten: Der Halbhartkäse „Tilly“ und der Schafkäse „Watt‘n Käs“. „Insbesondere der Schafskäse ist ein echter Renner und bei uns im Freundeskreis ein Must-have bei jedem Grillabend.“ Etwa drei Stunden am Tag beansprucht die Käseproduktion ihre Zeit. Dazu kommen zweimal täglich anderthalb Stunden Melken und Reinigen, Füttern, Lämmer versorgen sowie die Ausfuhr der hochwertigen Erzeugnisse.

Das Konzept geht auf. Und wie steht es mit der Finanzierung eines solchen Projektes? Martensen berichtet, dass sie ein halbes Jahr einen Gründerzuschuss von der Arbeitsagentur erhalten habe. Eine brauchbare Unterstützung für das kapitalintensive, erste halbe Jahr. „Toll, dass es sowas gibt“, stellt sie fest.

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Traumberuf gefunden

Nähe zu Tieren und Natur, zum Land, zu den Menschen – das sei das Besondere der Käserei, sagt die Agrarwissenschaftlerin. Für viele sei es selbstverständlich, dass Lebensmittel in Qualität und Quantität jederzeit erhältlich seien. Dabei vergesse man leicht, welcher Produktionsprozess dahinter stecke. „Es ist wichtig, dass die Wertigkeit von Lebensmittelprodukten wieder steigt.“ Auf Nachfrage, wo sie ihr junges Ein-Frau-Unternehmen in der Zukunft sehe, weiß sie ebenfalls Antwort: „Mir ist wichtig, dass ich alles alleine schaffen kann. Platz habe sie für 50 Milchschafe, mehr aber nicht, sonst überschreite sie arbeitszeittechnisch ihre Grenzen.

Eure Deichdeern.

Kontakt:
Achtruper Schafskäserei
Tettwanger Str.
25917 Achtrup
Tel: 0174-3652265
Facebook-Seite
www.achtruper-schafskaeserei.de

 

 

 

Bauernhof-Kita gesucht

Danke an meine Freundin Lena vom Hof Haase – Bauernhofpädagogik und Monteurwohnung für ihr Gießkannen-Tankstellen-Foto. Foto: Lena Haase


Es erreichen mich zahlreiche Anfragen, aber diese Woche erreichte mich eine besondere Nachricht: Ein privater Kita-Träger in Hamburg möchte sein Kita-Angebot erweitern und sucht einen landwirtschaftlichen Betrieb in Hamburg, auf dem eine neue Kita eröffnet werden kann. Bio oder konventionell sei hierbei völlig egal. Die Grundkonzeption sieht es vor, den Hamburger Jungs un Deern wieder einen Zugang zum Ursprung der Lebensmittel und dessen Produktion zu gewährleisten. Und Matsch. Natürlich! 
„Waldkindergarten kann jeder“, verriet mir das Kita-Werk. Ich habe mit denen telefoniert, um zu checken wie seriös das ist. Wenn wir Bauern angerufen werden und uns jemand sagt: „hey, ihr macht nen coolen Job. Dürfen wir bei euch ne Kita eröffnen?“ dann sind wir per se ja erstmal skeptisch. Insbesondere, wenn solch spooky Videos von alten, aufgeregten Damen am Feldweg rum kursieren, ist die Stimmung eher gedämpfter und misstrauischer. 

Hier also mein Appell: Die Anfrage ist echt und seriös. Wer den Kontakt haben möchte, darf mich gerne anschreiben. 

Des weiteren suchen die noch Betriebe im Hamburger Speckgürtel (hier also gerne auch SH und NDS) für regelmäßige Ausflüge. Dort auch gerne bei mir melden, dann leite ich das entsprechend weiter. 

Liebe Community, liebes Internet, wir als Bauernstand rufen laut nach mehr landwirtschaftlicher Bildung und Prägung im Kitaalter. Jetzt haben wir es in der Hand und können aktiv werden. Ich würde mich daher freuen, wenn ihr den Beitrag teilen könntet, um möglichst viele zu erreichen…Und wer weiß, vielleicht ließt es die nächste Kura-Leitung und sagt sich: Bauerhof-Kita, geile Idee?! 

Anfragen bitte an: deich.deern@gmx.de

Eure Deichdeern

Modder-Liebe: 425 $ für eine dreckige Hose

Ich gebe zu, ich habe einen kleinen Fashionfimmel. Und ja, ich abonniere auch ein paar einschlägige Magazine. Warum? Weil ich gerne über den Tellerrand blicke. Manchmal ist es leichte Kost, manchmal unterhaltsam und manchmal auch absurd. Beispiel gefällig? Das US-amerikanische Label Nordstrom bietet eine „Fake Mud Look-Jeans“ für 425 $ an. Für eine Modderhose.

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Ganz ehrlich: Liebe Textilindustrie, ich biete euch einen Bauernhof für euer Finishing der Jeanskollektionen an. Erwähnungswert dabei: Es handelt sich sogar um ECHTEN  Modder. Na, wenn das nichts ist. Und wenn wir schon dabei sind: Durch unsere Äcker sind wir STEINreich. Somit können wir sogar stonedwashed anbieten. Levi’s, Lee, Hilfiger & Co.: Wie schaut’s aus?

Modderige Grüße aus Nordfriesland,

eure Deichdeern