Hofladenliebe: Regionale KÜSTlichkeiten

img_1354„Moin, ich bin Annika und die #Gründerin von Hofladenliebe, einem #Online#Hofladen. In meinem Shop verkaufe ich heimische Produkte, die ich fast alle direkt vom Erzeuger erhalte.“ Mit diesen Worten begrüßt Annika Beckmann aus Bargenstedt, Kreis Dithmarschen, ihre virtuellen Gäste auf ihrer Homepage. Doch wer steckt hinter dem #Start#Up? Ich hab die 25-Jährige für euch zuhause besucht. 
 
In jedem Ende liegt ein neuer Anfang. So war das auch bei Familie Beckmann. Als Ehemann Ole seinen Arbeitsplatz von Niedersachsen ins heimische Dithmarschen wechselte, wollte er zum Abschied seinem alten Arbeitgeber „etwas Schönes aus der Heimat“ schenken. Ein Präsentkorb mit Erzeugnissen aus der Region sollte es sein. Damit das Präsent aber auch optisch etwas hermache, bat er seine Frau Annika um Hilfe. Schließlich sei sie der kreative Part in der Beziehung. Gesagt, getan. Das war die Geburtsstunde der ersten Präsentkiste aus ihrer Hand. Dass sie heute, ein knappes halbes Jahr später daraus ihr eigenes Start-up entwickle, habe die 25-Jährige zu dem Zeitpunkt noch nicht erahnen können.
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Zunächst sollte es bei dem einen Korb bleiben, doch dann kam der Sommer und die Ernte. Da Mann Ole beruflich beim Lohnunternehmen voll eingespannt war, beschloss die junge Verlagsangestellte ihre Sommerabende mit der Ausarbeitung eines Konzeptes für ihr Online-Hofladen-Start-up zu füllen. Auch ein Name war schnell gefunden: „Hofladenliebe“ sollte ihr Unternehmen heißen. Neben ihrem „Herz für das Schöne“ konnte Annika Beckmann auf ihre Fachkompetenz in den Bereichen Marketing und Gestaltung zurückgreifen, die sie an der Fachhochschule Lübeck im Bachelorstudiengang „Informationstechnologie und Gestaltung“ erwarb. „Um mir noch etwas betriebswirtschaftliches Knowhow anzueignen, entschied ich mich damals für ein Managementstudium in Lancaster in Großbritannien“, erzählt die große blonde Frau. „Das kam mir bei der Erstellung des Businessplanes zu Gute.“ Der Plan beschreibt, wie die Geschäftsidee funktionieren soll, an welche Zielgruppe sie sich richtet, wo die Chancen und Risiken liegen und ob sich das ganze Vorhaben überhaupt lohnt. Er sollte vor der Realisierung der Geschäftsidee erstellt werden, um so das Konzept auf Herz und Nieren zu prüfen; er ist somit eine Art Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie der Idee. Annika analysierte auch ihre Mitbewerber genau. Dabei stieß sie auf Klaus Meyn. Er ist Inhaber vom „Dithmarscher Spezialitäten Versand“ und wollte seinen Präsentkörbeservice, den er neben seiner Tätigkeit als Fleischgroßhändler ausübte, gerne abgeben. Annika war also zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Als der Sommer sich dem Ende zu neigte, war die vollberufstätige Frau fertig mit ihrer Analyse und ihrer Ausarbeitung und ging mit einem Zeitplan in die Vollen: Am 1. Oktober ging die Homepage live. Von anfänglichen 17 Präsentkisten steigerte sie sich rasch auf 150 Kisten monatlich. „Das mache sich aber auch in der Lagerkapazität bemerkbar“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu. Es sei aber für alles gesorgt.
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Umfangreiche To-Do-Listen zieren die Pinnwand hinter ihrem Rücken. Die Begriffe „Homepage“, „Marketing“ oder „Bestellungen“ strahlen dem Betrachter auf neonfarbenen Zeteln entgegen. Die Post-its, die sich darunter verbergen, warten nur darauf von der Ordnungsaffinen Dithmarscherin abgehakt zu werden. Wie läuft es eigentlich mit der Produktakquise? Aktuell hat sie 16 Produkte in ihrem Portfolio. Neben den gängigen Klassikern, wie Mettwurst, Schokolade oder Marmelade, finden sich auch Spezialitäten, wie fertig verarbeitete #Kohlrouladen oder #Schmöltnöt (Schmalznüsse) in ihren Kisten wieder. Annika legt großen Wert darauf, dass sie die Erzeuger kennt und weiß, wie die Produkte hergestellt wurden. „Schließlich möchte ich auch wissen, wo mein Essen her kommt. Das gleiche Bedürfnis haben meine Kunden auch.“ In regelmäßigen Blogposts stellt sie die regionalen Bezugsquellen vor. Diese werden, neben weiteren Fotos und Beiträgen viral über ihre Social Media Kanäle gestreut. „Immerhin gelangen ein Viertel meiner Kunden über Facebook und Instagram auf meine Homepage. Tendenz steigend“ ergänzt Annika, die regelmäßig ihre Statistiken auswertet. „Der durchschnittliche Warenkorb beläuft sich dabei auf 25 bis 65 Euro und die wertigere Holzkiste werde trotz des höheren Preises bevorzugt gekauft.
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Und wie sieht es in der Zukunft aus? „2017 werde ich Dithmarschen penetrieren mit meiner Kiste und wer weiß, 2018 könnte es dann schon weitere regionale Küstlichkeiten-Kisten geben. Immerhin hat Dithmarschen auch attraktive Nachbarkreise mit tollen Erzeugnissen.“
Mehr Infos unter: hofladenliebe.de

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