„Wie ich als Landmensch die Digitalisierung lieben lernte“ 

Ein Gastbeitrag von der lieben Nele Süß.
„Digitalisierung im ländlichen Raum – wie lautet die Erfolgsstory?“ – unter dieser Überschrift lud das frisch gegründete schleswig-holsteinische Quartier der Digital Media Women (#DMWSH) zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein vergangene Woche zu einem abendlichen Workshop ein. Ziel des Abends war herauszufinden, wie auch Skeptiker von den Vorteilen der Digitalisierung überzeugt werden können – und zwar mithilfe von Storytelling, einer Marketing-Methode, bei der durch den Einsatz von emotional ansprechenden Geschichten Informationen positiv vermittelt werden können.

Zusammengefunden hatte sich eine bunte Runde – von der Bloggerin über die Kommunikationsleiterin eines Wissenschaftszentrums bis hin zur Landwirtin waren verschiedenste Berufsrichtungen vertreten, sogar zwei Gäste aus Berlin waren an Bord. Ebenso vielfältig waren die Ergebnisse der intensiven Diskussionen in den drei Arbeitsgruppen, in deren Zentrum unterschiedliche Werte standen: Status, Sicherheit oder Neugier. Es galt zu überlegen, mit welchen Geschichten man eine Verhaltensänderung der einzelnen Gruppen erreichen könnte, sprich: Wie man die Horrorstorys durch Geschichten, die die positive Seite der Digitalisierung zeigen, ersetzen kann.

Am Ende des Abends standen drei Kernaussagen fest:

  1. Die Digitalisierung ermöglicht mehr Demokratie in der Welt, da jeder seine Chancen auf Wissensvermittlung, Vernetzung und Sichtbarkeit ergreifen kann.
  2. Essentiell dafür ist jedoch der weitere Ausbau der Infrastruktur (gerade im ländlichen Raum), die Stärkung der Medienkompetenz sowie eine höhere Akzeptanz für digitale Angebote – und damit auch eine stärkere Unterstützung durch den Staat, aber auch die Bereitschaft der Unternehmen, in den ländlichen Raum zu investieren.
  3. Die Digitalisierung ermöglicht auch und gerade den eher konservativ denkenden Menschen und damit den Skeptikern, ihre Art zu leben weiterzuführen, denn: Die Gemeinschaft z.B. auf dem Dorf, zerbricht nicht durch Digitalisierung, sondern kann vielmehr helfen, das Zusammenleben auf dem Dorf zu erhalten.

Präsentiert werden die Ergebnisse aus diesem und weiteren Workshops der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein auf der Digitalen Kieler Woche im September.

Hier eine Übersicht der nächsten Termine der Veranstaltungsreihe „Region Digital“:

  • 15.06., 20 Uhr: Workshop zum Thema „Start Up auf dem Lande“ – im Rahmen des Waterkant Festivals in Kiel
  • 28.06., 18 Uhr: Workshop zum Thema „Bildung“, u.a. Best Practice-Beispielen aus Estland. Ort: Atelierhaus im Anscharpark, Kiel.
  • 19./20.09.: „Region Digital – für alle“ – eine zweitägige Konferenz im Rahmen der Digitalen Woche Kiel. Ort: Atelierhaus im Anscharpark, Kiel.

Weitere Termine sind in Planung, u.a. zum Thema „Landwirtschaft und Digitaler Wandel“. 

Text & Bilder: Nele Süß

Grünes Start-up: Junglandwirtin eröffnet Schafskäsemanufaktur

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„Wenn ich mit dem Studium fertig bin, gehe ich erstmal ins Ausland oder zumindest in die Großstadt“, so der Tenor zahlreicher Uniabsolventen. Es gibt aber auch eine kleine, aber feine Bewegung, die gegen den Urbanisierungstrend anschwimmt. Lena Martensen gehört zu dieser „Spezies“. Die 30-jährige Jungunternehmerin aus Tettwang/Achtrup sieht ihre berufliche Zukunft in ihrer Heimat Nordfriesland und macht aus ihrem Hobby, der Schafhaltung, ihren Beruf. Zusammen mit ihr und ihrem Partner leben auf dem Hof ein Hund, zwei Pferde, eine Katze und knapp 50 Schafe plus Lämmer: 26 Schafe sind sogenannte Milchschafe, die Lena melken kann. In ihrem Melkstand sind Platz für zwei Schafe und ein Schaf gibt im Schnitt einen Liter Milch pro Tag. Martensen setzt morgens und abends die beiden Melkbecher bei ihren „Määhdels“ an. Am Ende des Tages hat sie 30 Liter in ihrer Milchkanne. Soviel wie eine Kuh im Durchschnitt gibt. „Das ist weißes Gold“, sagt sie schmunzelnd. Einmal ist ihr der volle Eimer umgekippt. „Da hätte ich wirklich heulen können. Einmal nicht aufgepasst und einen Tag umsonst gearbeitet.“ Den Käse macht Lena in ihrer kleinen sterilen Küche, die aus gefliesten Wänden, zwei großen Töpfen und einem Waschbecken besteht. Wer die Küche von innen betrachten möchte, muss sich in weiße, sterile Kleidung hüllen. Hygiene hat bei ihr oberste Priorität. Handschuhe, Schürze, saubere Kleidung und ein Haarnetz müssen getragen werden. Die Jungunternehmerin ist dort äußerst penibel.

Chef schenkt Schaf

Doch wie kam sie überhaupt zu der Schafhaltung? Lena Martensen wuchs in Bredstedt auf. Durch die Landjugend und ihren landwirtschaftlich geprägten Freundeskreis entschied sich die damals 16-Jährige ihr Abi mit Agrarschwerpunkt in Niebüll zu machen. „Da hat mich die Faszination Landwirtschaft einfach gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen“, so die Maurertochter. Nach der Hochschulreife folgte eine verkürzte, zweijährige Lehre als Landwirtin auf dem Hof von Harke Stollberg in Addebüll. Neben dem Ackerbau widmete sie sich leidenschaftlich gern den 400 Schafen, die mit ihrem „goldenen Tritt und ihrem scharfen Zahn“ die Grasnarbe des Deiches so festigen, wie es keine Maschine schaffen könnte. „Als Abschiedsgeschenk zur bestandenen Ausbildung bekam ich dann ein Schaf vom Chef geschenkt.“ Ein Präsent mit Folgen, wie sie feststellen muss, denn Schafe sind Herdentiere und „so war das eine nicht lange allein“, schlussfolgert die Schäferin.

Hobby zum Beruf

Die Jahre gingen ins Land und Lena widmete sich ihrem Agrarstudium in der Landeshauptstadt. Die Schafe blieben. Vor drei Jahren kaufte sie dann gemeinsam mit ihrem Partner Michael einen Hof in Tettwang. „Es war Platz für mehr Schafe da und aus fünf würden schnell zehn. Ich war als Herdenmanagerin auf einem Milchviehbetrieb angestellt und habe parallel immer überlegt – und gerechnet vor allem – wie ich mit meinen Schafen ein eigenes Einkommen generieren könnte. So kam ich auf die Veredelung der Schafsmilch“, berichtet sie mit freudigem Gesichtsausdruck.

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Und wie steht es mit der Vermarktung? Einen eigenen Hofladen will Lena Martensen nicht. „Dann bin ich an Öffnungszeiten gebunden, das schaffe ich zeitlich gar nicht.“ Sie verkauft ihren Schafskäse über Facebook, in zwei Hofläden in Sprakebüll und Bordelum sowie bei EDEKA in Breklum. Ein weiterer Hofladen in Morsum auf Sylt hat ebenfalls Bedarf angemeldet. Ihr bisheriges Angebot umfasst zwei Käsesorten: Der Halbhartkäse „Tilly“ und der Schafkäse „Watt‘n Käs“. „Insbesondere der Schafskäse ist ein echter Renner und bei uns im Freundeskreis ein Must-have bei jedem Grillabend.“ Etwa drei Stunden am Tag beansprucht die Käseproduktion ihre Zeit. Dazu kommen zweimal täglich anderthalb Stunden Melken und Reinigen, Füttern, Lämmer versorgen sowie die Ausfuhr der hochwertigen Erzeugnisse.

Das Konzept geht auf. Und wie steht es mit der Finanzierung eines solchen Projektes? Martensen berichtet, dass sie ein halbes Jahr einen Gründerzuschuss von der Arbeitsagentur erhalten habe. Eine brauchbare Unterstützung für das kapitalintensive, erste halbe Jahr. „Toll, dass es sowas gibt“, stellt sie fest.

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Traumberuf gefunden

Nähe zu Tieren und Natur, zum Land, zu den Menschen – das sei das Besondere der Käserei, sagt die Agrarwissenschaftlerin. Für viele sei es selbstverständlich, dass Lebensmittel in Qualität und Quantität jederzeit erhältlich seien. Dabei vergesse man leicht, welcher Produktionsprozess dahinter stecke. „Es ist wichtig, dass die Wertigkeit von Lebensmittelprodukten wieder steigt.“ Auf Nachfrage, wo sie ihr junges Ein-Frau-Unternehmen in der Zukunft sehe, weiß sie ebenfalls Antwort: „Mir ist wichtig, dass ich alles alleine schaffen kann. Platz habe sie für 50 Milchschafe, mehr aber nicht, sonst überschreite sie arbeitszeittechnisch ihre Grenzen.

Eure Deichdeern.

Kontakt:
Achtruper Schafskäserei
Tettwanger Str.
25917 Achtrup
Tel: 0174-3652265
Facebook-Seite
www.achtruper-schafskaeserei.de

 

 

 

Tinder oder Kinder?

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Hoppala. Facebook hat mich grad erinnert, dass ich vor einem Jahr bei einer Lesung von Michael Nast war. Moment. Wer war das noch? Kleiner Reminder: Das ist der Mann mit dem „Generation: Beziehungsunfähig“-Bestseller. Es geht um Mittdreißiger, die noch in einer WG wohnen, von einem Praktikum zum Nächsten dängeln und wild durch die Gegend huren. Nie war es so einfach. Tinderseidank.

Ich saß also absolut deplatziert mit meiner Freundin Lotte im ausverkauften Audimaxx in Hamburg in der ersten Reihe. Hochschwanger und verheiratet. Also genau in der Zielgruppe. Nicht. Wir lauschten seinen Worten und 1.200 Menschen im Saal fanden sich und ihre Lebenssituation in Michaels Geschichten wieder. Nun gut, alle außer das Pummelchen in der ersten Reihe. Da sitze ich nun mit meinem Talent: Ich, Ende 20, abgeschlossenes Studium, hab mein Leben auf Kette und verpöne meine Eltern nicht, dass sie immer noch im ländlichen Raum leben und ihre Nachbarn kennen. Ich fühlte mich mit einmal schrecklich spießig. Superspießig – um es mal auf den Punkt zu bringen.

Michael Nast liest über Tinderstories und deren Eskapaden. Es war ein witziger Abend, aber das Thema ließ mich einfach nicht los. Sind wir wirklich die Generation beziehungsunfähig?

…Zeitreise…

Es ist Weihnachten. Tinder ist mittlerweile salonfähig geworden und hat in einigen Regionen sogar Looping Loui abgelöst. Ich habe mehrere Freundinnen, von denen ich behaupten würde, sie hätten die App zu Ende gespielt. Statt sich mit mir zu unterhalten, wird die App ausgepackt. “Komm schon, das ist doch lustig! Lass die Männer in Hamburg ein wenig auschecken, ja?“ Jaja, denke ich. Sei nicht so, Julchen. Sei mal lustig.

Also sitzen wir da und schauen uns die Gesichter fremder Männer an. Als ob es das Wichtigste auf der Welt wäre, den eigenen Marktwert zur Abwechslung auch mal in einer anderen Stadt zu testen. Was für ein Spaß, denke ich. Und fühle mich zurückerinnert an die Nast-Lesung. Meine Freundinnen sitzen mir gegenüber, immer mit einem Auge auf ihre Displays schielend, während ich von meinem Umzug ins Eigenheim, meinem Sohn und meinem neuen Job erzähle. MATCH. Bam, es hat einer angebissen. Die Blicke gehen zum Handtelefon. Alexander. Ein Traumtyp. Er erfüllt alle Kriterien meiner Freundinnen: 1,90m, keine Toilettenselfies, keine Katzenbilder, kein Fahrstuhlshot. Ein Glücksgriff also. Haha. Ich ignoriere Alexander. Nach zehn Minuten, in denen ich in das Gesicht meiner Freundin starre, fange ich an mir ernsthaft Gedanken über den Zustand dieser Situation zu machen. Am liebsten würde ich das Wlan aus der Wand reißen. Einfach so mit einem Ruck.

Stattdessen lehne ich mich zurück und wage den Perspektivwechsel. Ich betrachte die Situation mit anderen Augen. Jeder hat einen anderen Lebensstil. Manche ernähren sich vegan, manche sehr fleischlastig, manche lieben das Dorf, andere wollen die Stadt nicht missen. Manche sind verheiratet und haben Kinder, andere feiern ihr Singleleben und haben die Fußmatte voll mit Tinder-Matches.

Wir beschließen die Smartphones zur Seite zu legen, ne amtliche Rutsche Tequila zu bestellen und eine WhatsApp-Gruppe zu gründen, in denen wir all unsere Lebensstile unter einen Hut kriegen und unsere Freundschaft pflegen.

Die Gruppe heißt Tinder und Kinder.

Eure Deichdeern.

Dieser Text ist für meine besten Freundinnen. Danke, dass ihr so seid wie ihr seid.

 

 

10 Tage „Guten Morgen, Berlin!“

„Guten Morgen, Berlin! Der ErlebnisBauernhof zum Frühstück“ auf der Grünen Woche schließt heute Abend seine Tore. Ein großer Teil der ca. 400.000 Messe-Besucher wird die interaktive Schau über die moderne Landwirtschaft in Halle 3.2 in den zurückliegenden zehn Tagen dann besucht haben. An Rinderstall und SchweineMobil bekamen sie authentische Einblicke in moderne Tierhaltung, neueste Landtechnik veranschaulichte ihnen zum Beispiel, wie effizient heute Pflanzenschutz ausgebracht wird, Landwirte informierten über Fortschrittlichkeit und Veränderungsbereitschaft der Branche.

Besonders rege nahmen die Berliner das Dialogangebot auf dem ErlebnisBauernhof war. 103 AgrarScouts – das sind Landwirte, Agrarstudenten oder Mitarbeiter von Agrarfirmen – standen ihnen Rede und Antwort und waren full time im Einsatz. Landwirt Arnd Lauenstein aus Niedersachsen: „Nach zehn Tagen ist nicht mehr viel von meiner Stimme zu hören – aber der Einsatz hat sich gelohnt. Meine Kollegen und ich haben unzählige tolle, intensive und auch ernste Gespräche geführt. Ich bin mir sicher, dass die meisten Besucher mit neuen Eindrücken und Denkanstößen über die Landwirtschaft nach Hause gefahren sind.“

Quelle: Forum Moderne Landwirtschaft

 

 

Neuer Hofladen in Bordelum

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„Hinter jedem Produkt, das ich in meinem Hofladen anbiete, steht ein Gesicht. Und ich kenne jedes Gesicht persönlich“, sagt Momme Volquardsen. Der waschechte Nordfriese eröffnet am 19. November seinen eigenen Hofladen in der Dorfstraße 20 in Bordelum. Ich durfte heute bereits für euch in den Laden blicken. Schaut selbst:

Gemüse, Kartoffeln, Obst – alles aus der Region und passend zur Saison. Da schlägt das Muttiherz gleich höher. Es wird noch besser: Momme hat alle Bauern und deren Erzeugnisse selbst akquiriert. Das Ganze hat über ein Jahr in Anspruch genommen. Aber ist denn auch wirklich alles regional? „ALLES – nun gut, außer den Wein. Der ist von einem befreundeten Winzer aus Rheinhessen“, verrät er.

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Wir schlendern durch seinen Laden. Die Palettenkonstruktionen verleihen dem Geschäft einen rustikalen Touch. Außerdem fällt auf, dass ausschließlich natürliche Materialien, wie Holz und Steine, verwendet wurden. Momme hat bewusst auf Plastik verzichtet. „Ich bin kein großer Plastikfan und das passt auch nicht zu uns. Wir verwenden nur Papier.“ Ich schreife mit den Fingern an den Obst-Papiertüten vorbei. Sie erinnern mich an die Wochenmarktbesuche, die ich als Kind mit meiner Oma unternommen hatte. Sie raschelten so laut, wenn man heimlich auf der Autorückbank schon mal eine Pflaume oder Kirsche aus der Tüte naschen wollte. Hach…

Oh, ein Kühlregal. Nun gut, eigentlich sind es sogar vier. Vier Kühlschränke voller leckerer Produkte: Butter, Käse, Sahne, Milch, Lammsalami, Schweinefleisch. Gekonnt greift Momme zur Langenhorner Schlagsahne. „Darauf schwört jede Frau, die gerne backt und kocht.“ Die Sahne aus der 8 km entfernten Meierei hat einen besonders hohen Fettgehalt. Das weiß Frau (und Mann) zu schätzen. Das Hüftgold im Übrigen auch. Für Männer hat Momme aber auch etwas Besonderes parat: Leckere Grillsoßen von Fiensmecker.

Überzeugt euch gerne selbst.

Marienhof Ei – der Hofladen
Dorfstr. 20
Bordelum

 

 

 

Frikadellenpuff oder Traumfrauenschmiede

Hauswirtschaft – das kann man lernen?! Und einen Meister kann man auch noch machen? Dann wärst du Meister im Kochen, Waschen und Putzen? Hahaha.“ – Ich merke, wie mir das imaginäre Klappmesser in der Hose aufspringt. Sage, aber nichts. Hab ich so gelernt in der Ausbildung. Kritische Kunden gibt es immer. Dumme auch.

So oder so ähnlich läuft ein Gespräch ab, wenn man erzählt, dass man eine hauswirtschatfliche Ausbildung genossen hat. Liebe Leute, auch ich habe ein Jahr an der Fachschule für Hauswirtschaft im ländlichen Raum verbracht und, wenn ich ehrlich bin, nie wieder in einem Jahr gelernt so viel gelernt, wie dort. Klar, kann ich kochen, putzen und waschen. Ich hab aber auch gelernt, wie man eine Großküche leitet, als Hausdame in einem renomierten Hotel agiert oder mein eigenes Café in der Großstadt oder auf dem Land gründe und es – im Gegensatz zu manchen Hipstern – erfolgreich leite.

Natürlich könnte ich auch zuhause bleiben und meinem Mann die Puschen reichen, aber für alle, die es vergessen haben ein kurzer Reminder: Wir leben im Jahr #2016. Come on. Ich bin 29, Mutter und verheiratet. Das ist Fakt. Ich habe aber auch einen Job. Entschuldigung. Klar, das haben andere auch. Bei mir ist das aber so: Wenn ich spontan (mit Ankündigung kann jeder) Besuch bekommen, muss ich keine „KRASS, ich glaub hier wurde eingebrochen“-Show abziehen. Der eine findet das spießig, dass wir gute Gastgeber sind, ich find’s geil. Orga ist halt mein Ding. Jeder nach seiner Façon. In diesem Sinne würde ich die Landfrauenschule in Hademarschen nicht als Frikadellenpuff bezeichnen, sondern als Traumfrauenschmiede. Denkt mal drüber nach 😉img_0361

Und weil mir das Thema Hauswirtschaft so am Herzen liegt, werdet ihr bald ein paar „Paradebeispiele“-Posts dazu lesen über Frauen, die ne starke hauswirtschaftliche Karriere hingelegt haben – ohne Kittelschürze.

So, ich werd jetzt erstmal die Küche aufräumen und Wäsche waschen. Achne, ist ja schon alles fertig. Dann halt einfach die Füße hochpacken, Wohnzeitschriften lesen und mir dazu einen old school Eierkaffee machen. In diesem Sinne, einen schönen zweiten Sonntag.

Fashion, Ahoi!

Landratten aufgepasst: Es gibt ein hanseatisches Label, dass ich jeder waschechten Seemannsbraut – und Matrosen natürlich – ans Herz legen kann: Fadenrot. Ich durfte für euch das Ringelshirt „Küstenkind“, die supersüße „Bootsmann“-Kindermütze sowie den Gymsack mit Bootsmann Bosse testen und bin super zufrieden. Bei allen Produkten wurde viel Wert auf Qualität gelegt. Das merke ich insbesondere im Alltagstest: Der Gymsack – übrigens ein geile-Leute-Wort für Turnbeutel – ist mega dick und passt sich perfekt auf dem Rücken an. Er kann auch mal einen Regenschauer abbekommen und Portmonee und Co. bleiben, in meinem Fall, unversehrt und trocken. Ein idealer Begleiter für alle, die eh kein System in ihrer Handtasche pflegen und daher genauso gut einen Beutel benutzen können. 😉
Auf den Bildern seht ihr auch noch Ohrringe, Kette und einen Beutel mit Seemann Ole. Dieses könnt ihr als Paket in meinem Facebook-Gewinnspiel noch bis zum 30. September gewinnen oder einfach selber kaufen im Dawanda-Shop des Hamburger Labels. Schaut da mal vorbei. Man findet immer etwas für sich, für die Kleinen oder etwas zum Verschenken.

Liebe Grüße

Eure Deichdeern

 

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