Eine Anfrage für einen Tittenkalender…

Es ist 12.30 Uhr. Bis 12.25 Uhr dachte ich, dass meine Zeugen-Jehovas-Story von heute morgen das erste sein wird, was ich meinem Mann später über meinen Tag berichten werde. Doch dann ist eine noch schönere Geschichte dazwischen gekommen. Ich habe eine Anfrage via Instagram bekommen, ob ich auf meinem Kanal dazu aufrufen könne, dass ein Online-Datingportal wieder Girls für den alljährlichen Tittenkalender sucht. – Na klar mach ich das! Wenn dieses Unternehmen sich schon die Mühe gemacht hat und sich genau meine Instagram-Followerstruktur (weiblich, zwischen 24 und 40 Jahre alt, mit einem Faible für (Nordisches) Wohnen, Dekorieren, Ernährung, DIY und Familie) angeschaut, dann schenke ich ihnen natürlich meine Plattform.

Ein paar persönliche Worte

Als krasser Influencer habe ich mir allerdings erlaubt noch drei Zeilen dazu zu sagen. Das Problem mit den Tittenkalendern ist nämlich nicht der Kalender an sich, sondern die Tatsache, dass er in diesem Internet ist – und der Modelname auch. Ich weiß von Kommilitoninnen aus meinem Agrarstudium und auch von meinem „Gemüseadel“-Netzwerk (ich war mal Pellkartoffelkönigin), dass einige topausgebildete, intelligente Frauen Jobabsagen kassiert haben, weil ihr Name unter einem Tittenbild im Internet steht. Selbst für Erntehelferjobs. Und für Stipendien. Und kann das Bild noch so ästhetisch oder selbst sogar halb angezogen sein – Kalender ist Kalender. Leider.

Also Ladies, wenn ihr eine Anfrage bekommt, checkt doch kurz, ob so ein Bild für euch irgendwann mal beruflich schwierig werden könnte. Wenn nicht, go for it! Aber es darf nachher keiner sagen, ich hätte nichts gesagt.

Eure Deichdeern.

P.S. Das Beitragsbild ist von pixabay.de. Um keiner Person zu nahe zu treten, habe ich dieses gewählt.

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