Spielidee | Schatzsuche für 3- bis 6-Jährige

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Christin, die den wundervollen Instagram-Kanal @wideofnorth betreibt. Ich liebe ihr Instagram-Profil für ihre klaren Bilder. Ihre Texte und Fotos von ihrem Haus und ihrem Leben mit Kindern inspirieren mich jedes Mal aufs Neue. Das ist auch der Grund, warum ich ihr furchtbar gern die Bühne geben möchte für ihre selbstkonzipierte Schatzsuche für Kleinkinder. Das wird ein Knüller auf dem nächsten Kindergeburtstag.

Licht aus – Spot an für Christin und ihren Gastartikel zum Thema Schatzsuche für die Kleinkinder

Anmerkung: Christin schreibt den Artikel aus ihrer Perspektive.

In den letzten Jahren habe ich für meine Kinder mehrere Schatzsuchen ausgedacht. Besonders, wenn Besuch von Freunden oder Familie da war, wurde das für alle immer eine schöne Abwechslung. Doch wie das so ist, wenn nicht alle Kinder im gleichem Alter sind, rennt einer voraus, bleibt einer manchmal zurück, versteht einer gar nicht, worum es geht und ein anderer lässt sich lieber gleich von Hinweis zu Hinweis tragen. Von Mama, versteht sich.

Schatzsuche für die Kleinen von 3 bis 6 Jahren

Diesmal nicht. So der Plan. Diesmal hatte ich sechs Kinder von drei bis sechs dabei und mir gefiel der Gedanke, dass die Kinder nur zum nächsten Hinweis Richtung Schatztruhe kommen könnten, wenn sie alle zusammenhalten würden. Mein Plan war also keine Schatzsuche, bei der es eine einzige Schatzkarte geben würde, auf der der Weg zur Schatztruhe eingezeichnet wurde und auch keine Schatzsuche bei der jedes Kind umeinander einen Hinweis oder eine Aufgabe alleine zu bewältigen hatte. Sondern eine, bei der die Hinweise aus mehreren Teilen bestehen und nur durchs Zusammenfügen aller Teile alle gemeinsam ans Ziel gelangen.

10 Stationen bis zum Schatz

Als allererstes ließ ich Tage vorher die Schatztruhe von den Mädchen bekleben und bemalen. Das Wichtigste zuerst, sozusagen. Danach dachte ich mir grob den Verlauf und die Dauer der Suche aus. Sollte ja keiner mittendrin die Lust verlieren oder graue Haare bekommen. Mit zehn Stationen, mal mehr, mal weniger aufwendig, gab es noch genug Zeit für Kuchenessen und Herumtoben.

Jede Station enthielt den Hinweis für die nächste Station und Aufgabe. Diese Hinweise hatte ich zuvor auf ein DIN A4 Schatzsuchenpapier gezeichnet und danach in sechs Teile, also für jedes Kind ein Teil, geschnitten. Die Kinder mussten also jedes mal alle sechs Teile finden und sie richtig zusammenlegen. Dadurch blieben sie zusammen und keiner rannte vorweg oder blieb zurück.

Station 1 und 2

Die zehn Stationen waren natürlich unserem Grundstück und Gegebenheiten angepasst, aber sie sind leicht abwandelbar.
Station 1: Station eins und damit auch der Start der Schatzsuche war unser Trampolin, über das ich eine Leine mit angeklebten Luftballons (Kreppband, damit sie leicht abzuziehen waren) gehängt hatte. In einigen Ballons waren die ersten sechs Teile des Hinweisbildes, an die die Kinder durch Hüpfen herankamen.

Nachdem der Hinweis zusammengesetzt wurde, zeigte das Bild die zweite Station, die Sandkiste an, in der viele Schaufeln bereit standen. Denn nach dem nächsten Hinweis musste gebuddelt werden, da sich die sechs Teile in einer Dose befanden.

Station 3 und 4

Der nächste Hinweis zeigte die dritte Station, eine große bunte Zielscheibe, die ich mit Kreide auf den Hofplatz gemalt hatte. Dort angekommen, sollten alle sechs Kinder einmal in die rosa Mitte treffen. Wer noch nicht so gut werfen konnte, durfte sich gern Hilfe bei den anderen Kindern holen. Erst als alle sechs getroffen hatten, rückte ich die vierte Station raus. Diese war ein Eimer voll mit großen Eisbällen. In diese Eisbällen hatte ich Tags zuvor kleine Dosen mit den Hinweisteilchen eingefroren. Aufgabe war es an diese Zettel heranzukommen. Egal wie.

Station 5 und 6

Die eingefrorenen Zettel, die fünfte Station, zeigten unseren Baumpfad mit Zickzackweg. Dort sollte jedes Kind einmal drüber balancieren ohne herunter zu purzeln. Wieder galt, wer Hilfe benötigte, konnte von anderen Kindern welche bekommen. Die sechste Station waren verschiedene Papiertütchen, gefüllt mit bekannten oder auffälligen Pflanzen. Diese mussten dann gefunden werden, da sich dort die nächsten Hinweiszettel befanden.

7. bis 10. Station – dem Schatz so nah

An der siebten Station, dem Gewächshaus, hing einfach nur ein Beutel mit Steinen. Die Kinder erkannten sofort, dass die nächste und achte Station der Steinhaufen war, in dem alle Zettel an einem Band gebunden eingegraben waren. Dieser neue Hinweis führte zur neunten Station, einem Vogelhäuschen, wo wieder sechs Zettel warteten. Doch diesmal zeigte der Hinweis keinen Ort, sondern das Bild meines Mannes an. Er war die zehnte Station und wartete im Garten auf die Kinder. Er verwandelte sich sechs mal in ein Tier, welches die Kinder erraten mussten. Neben den Eisbällen und dem Ziel, war das deren liebste Aufgabe.

Mein Mann hatte danach die letzten Zettel für die Kinder parat auf denen nur Pfeile gemalt waren. Diese Pfeile fanden sich überall auf dem Grundstück wieder und führten am Ende zur Schatztruhe, die ich ein kleines Stückchen vom Haus entfernt im hohen Gras versteckt hatte.

Endlich: Der Schatz!

In unserer Schatztruhe gab es Knisternaschies, kleine Geschenke wie Stifte und  Regenbogenradiergummies, kleine Schleichfohlen und Dinosaurier. Da die Kinder noch recht klein waren, war ich die ganze Zeit (45 Minuten) dabei. Helfen brauchte ich kaum, da sich die Kinder gegenseitig halfen und damit auch die kleinsten Teil der Gruppe waren.
Ein Tipp: Wer mehr Zeit investieren mag, kann daraus auch eine Mottoschatzsuche machen oder sich eine Geschichte dazu ausdenken. Ich glaube, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und der Zeit natürlich auch nicht.

Zur Autorin: Das ist Christin

Hi, ich bin Christin und lebe mit meinem Mann, unseren beiden kleinen Mädchen und der Oma an der dänischen Grenze am Meer. Zusammensein ist unser größtes Glück, weshalb ich momentan fern von meinem Job von Zuhause aus ein kleines Label namens Northnotes führe, mit den Kindern die Welt entdecke und nebenbei den Umbau eines alten Hauses leite.

Und wer noch eine Essensinspiration für den nächsten Kinderbesuch braucht – die gibt es auch bei Christin auf ihrem Kanal

oder doch sowas?

Liebe Christin, ich danke dir von Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast den Artikel zu schreiben und hoffe auf ganz viele Nachahmer. Wenn ihr die Idee kopiert (ausdrücklich erwünscht), gibt ihr doch bitte ein Feedback. Das würde mich und Christin sicherlich freuen.

Eure Deichdeern

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