IKEA-Hack: So baust du aus der Kinderküche einen Eis- und Kaufmannsladen

Moin,

der Lütte wurde grad 3 – und mit drei Jahren hat man Wünsche. In seinem Fall „einen Teleskoplader und einen Eisladen, bitte“. Ersteres konnte ich schnell besorgen, zweiteres stellte mich dann doch vor eine handwerkliche Herausforderung, denn ich hatte wenig Lust mir mit einem erneuten Kindermöbelstück die Bude vollzustellen.

Es sollte also praktisch sein und sich idealerweise binnen kürzester Zeit in einen Kaufmannsladen umfunktionieren lassen, sollte sich der Wunsch von Eis- auf Kaufmannsladen weiterentwickeln. Deshalb fiel die Entscheidung schnell auf eine Erweiterung bzw. Umfunktionierung unserer IKEA-Kinderküche DUKTIG* (*Amazon-Partnerlink).

Material

Alles zusammen hat mich ungefähr 50,00€ an Materialaufwand gekostet. Hinzu kamen drei Stunden Bastelei (inkl. Streichen), wobei dort auch zwei Baumarktfahrten inkludiert sind. Hah!!!

Werkzeug

Anleitung

  1. Zunächst alle Gerätschaften bereit legen und sich gedanklich drauf einstellen, dass es nach drei Schrauben aussieht, aber doch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird.
  2. Damit man später auch die Rückwand mit Kreide gestalten kann, habe ich selbstklebende Tafelfolie passend ausgeschnitten (65 cm breit x 17 cm hoch) und drauf geklebt. Damit es schön sauber ist, haben wir die 4 Schrauben oben abmontiert und die weiße Platte zum Bekleben flink rausgenommen. So kann man auch die Luft unter der Folie sicher rausstreichen.
  3. Den Stoff, den ich aus unserer ersten Wohnung noch liegen hatte, haben wir zurecht geschnitten. Sicherlich kann man das ganze noch feinsäuberlich umketteln oder sauber umnähen. Ich hätte den Zustand damit allerdings verschlimmert und mich daher für einen sauberen Cut entschieden und den Einsatz eines Handtackers vorgezogen.
  4. Den Stoff mit der Längsseite passend über der Tafelfolie festtackern. (Aber nur, wenn ihr schon einen Saum auf der anderen Seite habt, wo später der Querstab reinkommt.)
  5. Die Rohrclips werden unten leicht schräg angebracht. Ich habe sie nicht bombenfest festgeschraubt, damit noch ein bisschen Spiel ist, wenn die Stäbe, die dort einfach reingesteckt werden, nach vorne fallen.
  6. Die beiden 1m-langen Riffelstäbe bekommen nun jeweils eine Winkelrohr draufgesetzt. Ich hab Kupfer gekauft, weil ich nichts in Plastik gefunden hab in der Sanitärabteilung. Dazu habe ich super fachmännisch das halbe Kupferding mit Heißklebe vollgefüllt und dann das Holz draufgedrückt. Auf der anderen Seite genauso. Anschließend habe ich den 74cm langen Riffelstab durch die Lasche (in meinem Fall war da noch eine vom Bleiband – das war mal ne Gardine) durchgezogen. Wenn ihr sowas nicht habt, müsstet ihr vorher einen ca. 1,5cm breiten Saum einnähen und dann den Riffelstab durchziehen. Und dann kurz warten und zack, müsste es halten.
  7. Jetzt kommen die Holzkörbe. Damit diese besser halten, haben wir eine Querlatte dahinter gespaxt. An diese Querlatte werden nun die vier Verstellwinkel montiert. Die Körbe werden eingehängt und mit einer Schraube und einer Mutter fixiert.
  8. Damit das ganze nachher auch als Eisbude erkennbar ist, habe ich noch aus zwei Spanplatten eine Eistüte ausgesägt mit einer Stichsäge und das ganze mit Farbe angepinselt. Hierzu hatte ich noch Probe-Farbtöpfe von Farrow & Ball (So heißen die Farben, wer es genau wissen möchte: Gelb = „Babouche“, grün = „Bancha“, pink = „Rangwali“, rosa = „Sulking Room Pink“. Die letzten drei sind 2018 erst gelauncht worden.)

So, geschafft. Jetzt erstmal ein Eis!

Das Eis habe ich bei Sostrene Grene gekauft. Die gibt es dort im 3er-Set für unter 5 €.

Viel Freude beim Nachbauen.

Eure Deichdeern

Für mehr Transparenz: Einige Materialien sind mit einem Link zu Amazon hinterlegt. Ich habe diese mit einem *Sternchen gekennzeichnet. Das sind sogenannte Partnerprogramm- bzw. Affiliate-Links. Bestellungen, die ihr darüber tätigt, unterstützen mich mit einer Werbekostenerstattung bei meiner Arbeit für diesen Blog, da ich an verifizierten Käufen verdiene – ohne dass sie für euch einen Cent mehr kosten. Das ist für mich selbstverständlich. Reich werde ich damit übrigens nicht, aber ich kann den Lütten dreimal im Jahr auf ein Extra-Eis einladen.

Heute schon gepinnt?

One comment Add yours

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.