Neuer Lebensabschnitt, neuer Anstrich

Werbung für Farrow & Ball

Moin!

Wie vielleicht ein paar von euch mitbekommen haben, wird sich diesen Frühjahr im Hause Nissen noch etwas tun. Dementsprechend brauchen wir ein neue Raumverteilung. Es bat sich also an, unser „leicht überdimensioniertes“ 35m²-Schlafzimmer – zum Vergleich: unsere erste Wohnung in Kiel hatte 45m² – in zwei Räume umzugestalten. Wir entschieden uns ein paar Wände abzureißen und neue Wände zu ziehen.

Prompt war Silvester die Entscheidung getroffen, dass wir das so machen wollen, war Ingo, unser Nachbar und ein top Zimmermann, auch schon zur Stelle. Ich möchte hier an dieser Stelle einfach mal für meinen Nachbarn Werbung machen, weil er das richtig gut, schnell, zuverlässig und sauber gemacht hat und er wirklich ein feiner Kerl ist. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass er mir „Baustellenupdatebilder“ geschickt hat, als ich auf der Grünen Woche war. So, soviel zu Ingo Matthiesen. Soviel Zeit muss sein.

Farbe? Farrow & Ball!

So, nachdem die neuen Wände, Heizung und der ganze Klimbim nun stehen, widmen wir uns dem Feinschliff, dem Herzstück: Der Farbauswahl. Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich auf Farrow & Ball schwöre. Die Farben sind einfach anders – und mit anders meine ich besser und schöner. Es sind viele Faktoren, die die Farrow & Ball-Farbe zu meinem Lieblingsfarbhersteller küren. Ein paar hab ich einfach mal aufgeschrieben.

Gut geplant ist halb gewonnen. Hier bin ich mit dem Farbfächer von Farrow & Ball. Den kann man sich ganz unkompliziert online bestellen und zuschicken lassen.

Zum einen liebe ich die Mattigkeit der Farbe. Sie glänzt nicht so wie Latexfarbe. Daher hat sie einen edelen Touch. Wenn ich sie bestelle, kann ich den Glanzgrad, das sogenannte Finish, auswählen. Ich nehme meist 2 % Glanz, also die Estate Emulsion. In den Kinderzimmern habe ich 7 % genommen (Modern Emulsion). Das macht man normalerweise nur bei Räumen, die mit Feuchtigkeit in Berührung kommen (Bäder oder Küche), aber weil ich doch das ein oder andere Malheur mal abwischen möchte muss, passt diese Eigenschaft da ganz gut zu unserer Lebensweise.

Falls sich jetzt einer wundert, warum wir für das Treppenhaus und den Flur eine dunkle Farbe wie Lichen gewählt haben, dann kann ich euch verraten, dass ich das bewusst gemacht habe. Dunkle, kräftige Farben eignen sich nämlich gerade besonders für den Eingangsbereich, kleine Räume mit wenig Lichteinfall oder Flure, da diese dann an ganz neuer Wohnlichkeit und Gemütlichkeit gewinnen.

Nahezu geruchslos und sogar für Kinderspielzeug geeignet

Was ich auch als echten Mehrwert sehe, ist der Geruch. Die Farbe ist nahezu geruchslos. Ich mag das sehr, insbesondere weil ich doch sehr stark zu Kopfweh neige, wenn es doll nach Farbe riecht. Ob es daran liegt, dass es besonders umweltfreundliche Farbe ist? Gut möglich. Wer da mehr wissen will, schaut gern mal hier. Was ich in dem Zusammenhang auch nennen möchte, ist dass die gesamte Produktrange sogar für den Einsatz auf Kinderspielzeugen zertifiziert ist. Man kann damit also genauso bedenkenlos Wände in Kinderzimmern oder Spielzeug selbst streichen, verspricht das Unternehmen. Normalerweise drücke ich bei sowas generell schon mal n Auge zu, aber bei Schlafräumen, in denen die Kleinen (und die Großen) die Hälfte des Tages ihre Zeit verbringen, ist es mir schon sehr wichtig, dass dort nicht soviel Chemie in der Luft liegt.

Kinderzimmer Nummer I

So, den Flur, das Treppenhaus und einen kleinen Einblick ins Schlazimmer habt ihr schon bekommen. Nun möchte ich das Geheimnis hinter Tor 3 und 4 lüften: Die Kinderzimmer. Der Lütte hat sich für ein strahlendes Gelb entschieden. Es ist mindestens so sonnig wie sein Gemüt und hört beim Hersteller auf den klangvollen Namen „Babouche“. „Badabooooom“ würde es auch treffen, denn es knallt sehr, wenn man den Raum betritt. Genau den Effekt wollten wir haben.

Kinderzimmer Numero II

Im zweiten Kinderzimmer sind Setting Plaster und Dead Salmon eingezogen. Der Raum ist relativ dunkel trotz zweier Fenster, so dass die Farben eher Leberwurstbräunlich und pudrig wirken. Zu dem neuen Kinderzimmer folgt die kommenden Tage noch ein zweiter Artikel. Dort gehe ich gern nochmal ausführlich darauf ein, wo ich die Deko und die Teppiche herhabe. Die Möbel sind, soviel sei schon mal verraten, nahezu vollständig upgecycelt (z.B. das Regal über dem Wickeltisch) oder wiederverwendet (Sofa, Récamìere, Bett, Kinderwagen).

Noch ein persönlicher Hinweis: Farben sind für alle da

Zu der Farbwahl nochmal eine kleine Anmerkung der Redaktion. Farben sind für alle da. Für Jungs und Mädchen. Wir lieben die Farben sehr, weil sie ganz viel Wärme und Geborgenheit ausstrahlen und haben uns deshalb dafür entschieden. Es ist unsere Entscheidung. Sollte jemand das kritisieren, verweise ich gern für ein Interview auf meinen Bruder, der bestens aufgewachsen ist – in einem Traumzimmer in altrosé. Heute fährt er Harley. Oder auf meinen Mann, dessen Kinder- und Jugendzimmer (bis 2014!!!!!) ein riesen Mannschaftsposter vom HSV von 1983 hing. Fußballprofi ist er trotzdem geworden. Also, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Wir haben 2019. Farben sind für alle da. Machen wir uns doch da alle ein bisschen locker.

In diesem Sinne, viel Freude beim Renovieren!

Eure Deichdeern

Für mehr Transparenz: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Farrow & Ball entstanden. Ich habe kein Honorar, aber die Farbe zur Verfügung gestellt bekommen. Die Farbe ist recht kostenintensiv, aber meiner Meinung nach jeden Cent wert. Allein in der Ferienwohnung bekommen wir nahezu von jedem Gast Nachfragen, wo die Farben her sind. Besonders schön sind dann die Bilder, die uns erreichen, wenn sich die Gäste „ein Stück Urlaub“ zuhause an die Wand streichen.

4 comments Add yours
  1. Der Farbton „Lichen“ gefällt mir außerordentlich, ich stelle mir gerade vor, wie mein Arbeitszimmer damit aussieht 🙂
    Aber Deine Bemerkung zu „Farben, sind für alle da“ verstehe ich nicht. Ist es nicht selbstverständlich, dass man Farben aussucht, die einem gefallen? Wie kann man das denn kritisieren?

    1. Der Spruch bezieht sich darauf, dass rosa nur für Mädchen ist und blau nur für Jungs. Die Werbung und auch der Einzelhandel pushen das ganze zunehmend noch und die Menschen übernehmen das, wenn auch unbewusst. Beim ersten Kind wurde mir sogar in die Flohmarkttüte geschaut, um zu schauen, ob ich blau oder rosa einkaufe. Ich finde das krank.

  2. Das gelbe Zimmer würde ich auch beziehen 😊
    Schöne Farbwahlen. Tolle Inspiration. Und ich lebe immernoch in Raufaserweiss…..
    Da muss sich was tun 😉

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