Ambitioniert in die Zukunft: Bis 2050 die Netto-Null-CO2-Emissionen bei Arla

Werbung für den Klimacheck von Arla

Moin,

ein paar von euch haben es letzte Woche schon gesehen: Ich war zu Gast auf dem Hof von Marlen Biß im holsteinischen Ruhwinkel. Marlen ist eine von 9.700 Arla-Landwirten. Sie ist eine der ersten, die den Klimacheck bei sich auf dem Hof vollzogen hat.

Zu Besuch bei Marlen Biß (Mitte). Rechts im Bild: Berit Janßen von Arla.

Doch wieso einen Klimacheck? Die Landwirtschaft trägt einen Teil der Verantwortung für die Bewältigung der globalen Klima-Herausforderungen. Die Arla-Landwirte wollen den Übergang zu einer nachhaltigen Milchproduktion deutlich beschleunigen. Dazu haben sie sich ambitionierte Ziele gesteckt: Das Hauptziel die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 30 Prozent pro Kilogramm Milch zu senken und bis 2050 auf Netto-Null-Emissionen hinzuarbeiten.

Hier einmal Arlas Umweltziele bis 2050 auf einen Blick

  • Besseres Klima: Netto-Null-CO2-Emissionen.
  • Saubere Luft und sauberes Wasser: Stickstoff- und Phosphorzyklen im Gleichgewicht.
  • Mehr Natur: Mehr Biodiversität und Naturverbundenheit.
  • Klimachecks auf den Höfen: Seit 2013 bietet Arla seinen Landwirten verschiedene Klimacheck-Modelle an, um ihnen dabei zu helfen, ihre Klimaauswirkungen zu reduzieren. Im Jahr 2020 hat Arla ein neues, einheitliches Klimacheck-Programm eingeführt, um den Prozess der Klimabilanzverbesserung noch weiter zu beschleunigen. Es wird in allen Mitgliederländern eingesetzt und hilft bei der Feststellung individueller Stärken und Schwächen der Betriebe beim Ausstoß von CO2-Emissionen. Es unterstützt die Landwirte dabei, die Emissionen auf den Höfen zu senken, und dazu beitragen, das Ziel zu verwirklichen: die Gesamtemissionen bis 2030 um 30 Prozent pro Kilogramm Milch zu senken und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Genau diesen Check haben wir auch bei Marlen durchgeführt.

Worauf wird denn genau geachtet bei so einem Klimacheck?

Ihr habt es bereits im Video oben gesehen, worauf besonders geachtet wird. Ich habe das einmal aber nochmal für euch zusammengefasst:

Im ersten Schritt des Klimachecks erfassen die Landwirte ihre individuellen Betriebsdaten auf einer digitalen Plattform: von der Herdengröße über die Haltung, die produzierte Milchmenge, den Futterverbrauch, die Futtermittelproduktion, den Energie- und Kraftstoffverbrauch bis hin zur Erzeugung erneuerbarer Energien. So bekommt der Landwirt ein klares Bild seiner gesamten CO2-Emissionen pro Liter produzierter Milch.

Im zweiten Schritt werden die Daten von einem externen Berater geprüft und im Rahmen eines Beratungsgesprächs werden gemeinsame Verbesserungenmöglichkeiten mit dem Landwirt besprochen sowie konkrete Maßnahmen erarbeitet. Diese können etwa in einer veränderten Futterzusammensetzung bestehen, wodurch die ausgeschiedenen Gase bei Kühen verringert werden können. Auch der optimierte Einsatz von Gülle hilft die CO2-Emissionen eines Hofes zu reduzieren, z.B. wenn Gülle in einer Biogasanlage verwendet wird, die dann erneuerbare Energie liefert. Bei Marlen kam raus, dass sie im Bereich Futter und Gülle noch Optimierungsbedarf hat.

Finanzieller Anreiz zur Unterstützung des Programms

Im Rahmen des neuen, freiwilligen Programms unterstützt Arla Foods seine Landwirte dabei eine Einsparung von durchschnittlich 3 Prozent pro Jahr zu erzielen, damit das Unternehmen seine Gesamtziele erreichen kann. Landwirte, die das frühere Klimacheck-Programm genutzt haben, konnten ihren CO2-Ausstoß um bis zu vier Prozent pro Jahr senken. Um die Landwirte bei der Verwendung des neuen Klimachecks zu unterstützen, hat der Aufsichtsrat von Arla entschieden, dass Landwirte, die 2020 an dem Programm teilnehmen, eine zusätzliche Vergütung in Höhe von einem Cent pro Kilogramm Milch erhalten. Diese Maßnahme zeigt, welchen Stellenwert das Programm für das Unternehmen hat.

Landwirtschaft ja, aber was ist mit dem Rest der Wertschöpfungskette?

Neben den Maßnahmen zur CO2-Reduktion auf den Arla Höfen, verfolgt Arla zahlreiche Initiativen in seiner gesamten Wertschöpfungskette von der Produktion, über die Logistik bis zum Vertrieb, um noch klimafreundlicher zu produzieren. So stellt das Unternehmen etwa bis Ende dieses Jahres europaweit 600 Millionen Frischmilchverpackungen auf biobasierte Materialien um und macht 560 Millionen Becher recyclebar, die für Produkte wie Joghurt und Sahne eingesetzt werden. Dabei entfallen 205 Millionen Becher auf den deutschen Markt. Mit beiden Maßnahmen werden insgesamt 7.330 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Bis 2030 sollen die Emissionen, die allein auf Verpackungen zurückzuführen sind, jährlich um rund 8.000 Tonnen CO2 gesenkt werden.

Abschließend bleibt mir zu sagen, dass Arla zu den nachhaltigsten Milchproduzenten und -verarbeitern weltweit zählt. Ich freue mich, dass sie proaktiv MIT DEN LANDWIRTEN dazu beitragen, dass der Klimawandel angepackt wird. Hier wird Genossenschaft gelebt.

Eure Deichdeern

Für mehr Transparenz: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Arla Foods entstanden. Ich freue mich riesig, dass ich darüber berichten darf, denn das Thema Klimawandel ist allgegenwärtig und ich finde es super wichtig zu zeigen, dass auch die Landwirtschaft sich Gedanken macht und handelt. Danke.

One comment Add yours

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.