Raps – ganz schön raffiniert

Werbung für Deutsches Rapsöl

Moin!

Wenn die Rapsfelder in diesen Tagen wieder in voller Blüte stehen, zeugt das nicht nur vom bevorstehenden Sommer, sondern auch davon, welche Erfolgsgeschichte die wichtigste heimische öl- und eiweißliefernde Pflanze bis heute geschrieben hat. Raps hat sich über die vergangenen 30 Jahre zu einer der zentralen Ackerbaukulturen entwickelt. Er liefert mit Rapsöl, Rapsschrot, Rapskuchen sowie Rapsprotein die Rohstoffe für unterschiedlichste Produkte: Von der Ernährung, direkt als Rapsöl oder indirekt als wertvolles, gentechnikfreies Futter in der Nutztierhaltung, über Kleidung, als Kunststoff, in Kosmetik, Waschmitteln und Farben bis hin zu nachhaltig erzeugtem Biokraftstoff für Autos, Nutzfahrzeuge und Schiffe reichen die Einsatzbereiche. „Im Vergleich zu vielen anderen Alternativen leisten rapsölbasierte Kraftstoffe schon heute einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Erfüllung der nationalen Klimaschutzziele“, sagt Stephan Arens, Geschäftsführer des Branchenverbands Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP).

Spitzen Preise, aber geringerer Anbau

Als „Multitalent“ hat sich Raps zu einem der wichtigsten Rohstoffe der Bioökonomie entwickelt und trägt so zur Transformation von einer erdölbasierten hin zu einer Marktwirtschaft bei, in der fossile Ressourcen durch verschiedene nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden. Zum Glück für die Landwirtschaft waren die Aussaatbedingungen im letzten Spätsommer wieder besser. Das drückt sich in einer Ausweitung des Anbaus um rund 50.000 Hektar aus, sodass aktuell auf über 1 Million Hektar der Raps in voller Blüte steht. Wem die Dimension eines Hektars nicht geläufig ist, dem hilft der klassische Fußballfeldvergleich. Mit 1,4 Millionen Fußballfeldern kommt da eine beachtliche Fläche zusammen, die aber noch immer deutlich unter der des Rekordjahres 2013 liegt, in dem fast 50 Prozent mehr Raps angebaut wurde. Warum das so ist, das hat zum Beispiel Ackerbauer Phillip Krainbring im Interview verraten.

Erfreulich für die Rapsbauern sind derzeit auch die Rapspreise, die sich auf einem mehrjährigen Höchststand bewegen. Denn Rapsöl ist gefragt und das begrenzte Rapsangebot sowohl im Inland als auch aus dem Ausland treibt die Preise weiter in die Höhe. Ein Ende des Höhenfluges ist laut Branchenverband Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) derzeit auch nicht in Sicht. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich laut UFOP nicht sorgen, denn die Verkaufspreise für Rapsspeiseöl im Handel sind stabil. Aktuell bekommen die Landwirte 520€/t bei Lieferung im August 2021 (Stand 06.05.21). Letztes Jahr um diese Zeit waren es knapp 150€ weniger. Bei ca. 3,5t Ertrag/ha ist der Unterschied im Portemonaie deutlich zu spüren.

Raffiniert: Es gibt zwei Arten von Rapsölen

So, jetzt haben wir genug über „draußen“ geschnackt. Lasst mal einen Blick in die Küche werden. Es gibt zwei Arten von Rapsöl. Das „normale“ und das Kaltgepresste. Zunächst erzähle ich euch was zum „normalen“. Dieses ist geschmacks- und geruchsneutral, hitzestabil bis 180 °C und absolviert alle Küchendisziplinen mit Bravour: Kochen, Backen, Dünsten, Braten und Frittieren.

Wie wird Rapsöl eigentlich hergestellt?

Wichtig bei der Herstellung von Rapsöl ist die Qualität der Rapssaat als Ausgangsstoff. Sie darf zum Beispiel nicht zu viel Wasser enthalten. Deshalb wird jede Lieferung Rapssaat, die bei der Ölmühle ankommt, zunächst im unternehmenseigenen Labor untersucht. Wenn das Ergebnis einwandfrei ist, kommt der Raps in Silos, wo er bis zur Weiterverarbeitung gelagert wird. Vor dem eigentlichen Pressvorgang wird die Saat in den großen Ölmühlen gereinigt, anschließend zerkleinert und erwärmt, um das Abfließen des Öls zu erleichtern. Das Öl wird in einer so genannten Schneckenpresse, dem „Herz“ der Ölmühle, gewonnen. Das ist eine Art gigantischer Fleischwolf, in dem die Rapssaat mechanisch Druck ausgesetzt wird. Gleich mehrere dieser beeindruckenden „Schnecken“ bearbeiten Millionen kleiner Saatkörner. Neben dem Öl bleibt dabei der Presskuchen übrig, der einen Restölgehalt von 6 bis 12 Prozent aufweist. In einem Extrakteur wird der Presskuchen bis auf 1 bis 2 Prozent weiter entölt. Der eiweißhaltige Presskuchen wird als Rapsschrot in der Tierfütterung eingesetzt. Das Rapsöl wird anschließend in verschiedenen Schritten von Trüb-, Farb- und Geschmacksstoffen befreit. Das Ergebnis: ein hellgelbes, klares, geruchs- und geschmacksneutrales Öl mit vielen hochwertigen Fettsäuren. Mehrere Hundert bis Tausend Tonnen Saat können je nach Größe der Ölmühle auf diese Weise an einem Tag verarbeitet werden. Das fertige Rapsöl wird in Flaschen, Kanister, Tanklastzüge und Container abgefüllt.

EINKAUFSTIPP: Woher weiß ich, ob es kaltgepresstes oder normal raffiniertes Öl ist?

Wer beim Einkauf unsicher ist, ob er eine Flasche Rapsöl oder kaltgepresstes Rapsöl in der Hand hält, weil man z. B. in der Lichtschutzflasche die Farbe des Öls nicht erkennen kann, sollte einen genaueren Blick auf das Etikett werfen. Steht dort als Produktbezeichnung ausschließlich „Rapsöl“ ohne einen ergänzenden Zusatz wie „kaltgepresst“ oder „nativ“ handelt es sich immer um das geschmackneutrale Küchen-Multitalent.

Kaltgepresstes Rapsöl zum Genießen

Typisches Kennzeichen kaltgepresster Rapsöle ist der nussige Geschmack, der aus ihnen besondere Feinschmeckeröle macht. Sie sind die Favoriten für Salate, sehr aromatisch und toller honiggelber Farbe. Kaltgepresste Rapsöle verfeinern auch Dips, Marinaden und Mayonnaisen mit ihrer ganz besonderen Note.

Und wie entsteht kaltgepresstes Öl?

Die Rapssaat wird vor der Verarbeitung genauestens unter die Lupe genommen und auf ihre Eignung zur Herstellung kaltgepresster Rapsöle untersucht. Dann geht es los. Zunächst wird die Rapssaat getrocknet und dann – je nach Ölmühle – manchmal auch geschält. Das ist zur Herstellung von kaltgepresstem Rapsöl zwar nicht notwendig, wird aber dennoch gemacht. Das auf diese Weise gewonnene Öl ist milder im Geschmack als das aus ungeschälter Saat. Es wird in der Regel unter dem Namen „Rapskernöl“ angeboten. Auch steht auf dem Etikett der Zusatz „kaltgespresst“ oder „nativ“.

Fotos: obs/UFOP e.V./H. Dietrich Habbe

Save the date: 20. Mai ist „World Bee Day“

Raps ist nicht nur gut für uns und für die Umwelt, nein auch die Biene profitiert von dem nahrhaften Nektar – denn davon hat die Pflanze allerhand zu bieten. 150 Millionen Blüten pro Hektar freuen sich darauf von den Bienen besucht zu werden. Der 20. Mai ist weltweit »World Bee Day«. Zu dieser Zeit stehen üblicherweise in ganz Deutschland auch die Rapsfelder in voller Blüte. Für die Bienen bedeutet dies ein echtes Festmahl, denn der Raps ist die wichtigste Trachtpflanze für die Insekten. Ein 1 Hektar großes Rapsfeld besteht aus bis zu 150 Millionen Blüten und sorgt so für einen Ertrag von bis zu 144 kg Nektar sowie 36 kg Pollen. Ohne die unzähligen Rapsfelder wäre vielerorts der Aufbau der Völker im Frühjahr auf bis zu 50.000 Bienen aus lediglich 4.000 bis 6.000 Arbeitsbienen und der Königin kaum möglich. Gleichermaßen belohnen die Bienen die Imker mit Rapshonig: Rund 40 kg je Volk tragen die fleißigen Bienen in ihren Stock.

Einzeln schon ein Knaller, aber in Kombination einfach nur noch wunderschön: Rapsfeld und Nord-Ostsee-Kanal.

Fotowettbewerb: Zeigt Eure Rapsfotos und gewinnt eine Fujifilm X-A7!

Wie? Ganz einfach: Tagged Eure Rapsbilder auf Instagram bis zum 16. Juni 2021 mit #rapsliebe21

Teilnahmebedingungen und rechtliche Hinweise:
Bilder, die vom 20. April bis einschließlich 16. Juni 2021 (23:59 Uhr) mit dem Hashtag #rapsliebe21 gepostet werden, nehmen am Contest teil. Eine Jury entscheidet bis zum 16. Juli 2021 über das Siegermotiv und zwei weitere Gewinner. Der/Die Erstplatzierte erhält eine Fujifilm X-A7. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten Gutscheine für Fotoausrüstung im Wert von 75,00 und 100,00 EUR. Die drei Gewinner werden per Direktnachricht sowie über einen Kommentar unter ihrem Bild benachrichtigt. Daten der Teilnehmer werden nicht gespeichert. Daten der Sieger werden ausschließlich im Rahmen der Versandabwicklung gespeichert. Voraussetzung für den Erhalt des Gewinns ist eine schriftliche Bestätigung, dass der Gewinner auch Urheber des Bildes ist. Veranstalter ist UFOP e. V. (www.ufop.de).
Die Durchführung erfolgt nicht durch Instagram oder Facebook als Mitveranstalter oder Kooperationspartner.
Mitarbeiter der UFOP sowie der mit der Durchführung beauftragten Dienstleister sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Informationen gibt es hier.

So, und jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ab aufs Rad und bei euch vor der Tür schauen, wie weit die Blüte schon ist oder noch ein bisschen mehr Infos zum Raps bekommen. Dazu finde ich dieses innovative, animierte Format mega gelungen.

Eure Deichdeern

Für mehr Transparenz: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit UFOP entstanden. Ich schätze die Arbeit des Verbandes sehr und freue mich riesig über die Kooperation. Vielen Dank.

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