Editorial | Traumschiffatmosphäre beim Grünkohlessen

Moin,

diesen Monat dreht sich bei uns alles rund um das Thema Kohl. Neben ein paar krassen Facts haben wir dieses Mal sogar wieder ein Tasting für euch am Startski (29.10. in Kooperation mit dem KOHLosseum Wesselburen). Andere tasten Gin – wir Sauerkraut. Ich liebs jetzt schon. Meiner Meinung nach ein Gemüse, dem viel zu wenig Wertschätzung entgegengebracht wird….obwohl….warte mal. Da war doch was. (Musste grad 10 Minuten pausieren, weil ich Tränen gelacht habe.)

Als ich noch ganz neu in Nordfriesland war, so 2014, da hat mein Volker mich mit zum örtlichen Grünkohlessen genommen. Ein ganz normales Fest aufm Saal mit ca. 180 Leuten. Ich hörte davon. Grünkohlessen kennt ja jeder – aber so eins denn doch nicht. Das ging schon los beim Kartenkauf: Nervös rief Volker mich bei der Arbeit an, ob wir da hin wollen. Ich müsste mich jetzt entscheiden. Er hätte noch eine Hintertür, wo wir an Karten kämen, sonst seien die weg. „Ja, mach“, sagte ich und dachte nur, dass da ja jetzt wa kommen müsse – und Leute was soll ich sagen: Es kam. Wir saßen am Rand. Das ganze Dorf aufm Saal. Dann geht das Licht aus. Eine Freundin grinste mich nur an und ich konnte in der Küche sehen, dass die Oberkellnerin ihr Gefolge EINZÄHLTE (fünf, sechs, sieben, UND) – dann TRAUMSCHIFFMUSIK und die Backe, der Bauch und der Grünkohl wurden mit Beifall im Takt beklascht. Im Dunkeln. Mit Wunderkerzen.

Alle sprechen immer über mangelnde Wertschätzung für unsere Agrarerzeugnisse. Kann ich seit dem Abend nicht mehr ganz unterschreiben. Ich entlasse euch jetzt mit diesem Bild im Kopf in den Themenmonat Kohl. Wenn ihr das nächste Mal Kohl zubereitet, denkt an mich und verlinkt uns. Gern mit musikalischer Untermalung von James Last – „Dinner Marsch“

Eure Deichdeern

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