Ferien wie in Bullerbü

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Sommerzeit ist Ferienzeit. Die Kita – und dementsprechend auch ich – haben drei Wochen frei. Neben all dem Renovierungsstress wollten wir es uns mal zwei Tage gut gehen lassen. Irgendwohin, wo es schön ist. Als alte Bauernbraut schaut man zunächst nach Bekanntem. Klar, dass der Urlaub auf dem Bauernhof dort nahe lag. Als zuverlässige Quelle für Ferien auf dem Land wandte ich mich an LandReise.de*, dem Landurlaubportal aus dem Verlag der LandLust. Binnen Sekunden erschien mir ein ganz besonderer LandSelection-Hof: Hellevad Vandmølle. In 50 Minuten von uns erreichbar, Halbpension, Tiere, Natur und eine große Portion „Hygge“ – das dänische Wort für Gemütlichkeit, Heimeligkeit, Genuss. Kling perfekt. Gesagt, gebucht.

Kaum in Hellevad angekommen, betraten wir eine neue Welt. Entlang der „Auffahrt“, die eher einer Allee glich, setzte bereits die Entschleunigung bei meiner lieben Freundin Anna und mir ein. Ein Schild an der alten Wassermühle am rauschenden Bach zeigte uns, dass wir richtig waren. Vandmølle bedeutet nämlich Wassermühle. Begrüßt wurden wir von der Chefin des Hauses: Elsebeth. Sie und ihr Mann Bjarne empfangen seit 19 Jahren Feriengäste aus Dänemark, Holland und Deutschland auf ihrem süddänischen Bauernhof in der Nähe von Aabenraa. Gesprochen wird deutsch, dänisch oder englisch. Wie wir mögen. Sie zeigte uns unsere Unterkunft, Elsebeths Lieblingsappartment, für die kommenden zwei Nächte im „Haus des Müllers“. Ein großzügig gestalteter Raum mit offener Balkendecke, eine Kochecke, einer Sofaecke und ein Duschbad im „Kopenhagen Style“ luden zum freien Denken und Leben ein.

Im Anschluss starteten wir erstmal unseren Einkauf für unser Frühstück im hauseigenen Hofladen: Milchprodukte, selbstgebackenes Brot, Fleisch von den eigenen Rindern, Säfte und Eier von den Hofhühnern. Alles in Bioqualität und zu bezahlbaren Preisen. Bjarne und Elsebeth bewirtschaften den Hof rein biologisch. Nachdem wir uns nun kulinarisch eingedeckt hatten, sollte es auf Erkundungstour auf dem Hof gehen: Hühner, Meerschweinchen, Kaninchen, Ponys, Katzen, Hunde, Rinder, Schweine – alle wollten von uns begrüßt werden. Das taten wir auch mit Nanna. Die junge Dänin ist studierte Umweltwissenschaftlerin und bewirtschaftet mit ihrem Freund einen Hof in der Nachbarschaft. Auf Elsebeths und Bjarnes Hof ist sie das „Mädchen für alles“ und gibt uns eine umfassende Führung über den Betrieb. Wir fühlen uns sehr an die Hand genommen. Anschließend gingen wir in Ruhe auspacken und „kamen erstmal an“.

Abends gingen wir früh ins Bett mit all den neuen Eindrücken. Am nächsten Morgen um Punkt 9 startet die Fütterungstour. Bauer Bjarne lud alle Gäste ein, mit ihm die Tiere zu versorgen. Dazu hat er einen Anhänger eigens umgebaut.

Bjarne nimmt sich für jeden interessierten Gast, ob Groß oder Klein, Zeit und erklärt, wie er die Tiere füttert, wie alt sie werden und wie die Verwandtschaftsverhältnisse untereinander sind. Jedes Tier wird anerkannt und wertgeschätzt. Das ihm wichtig. Bei all der „heilen Welt“, verschwieg er aber nicht, dass sie später auch auf dem Teller landen. Das gehöre dazu. Die Gäste nickten zustimmend. Im Anschluss an die große Futterrunde lud der Landwirt zum Gemüse und Kräuter ernten für das gemeinsame Abendessen ein. Heute sollten Spinat, Porree, Erbsen und Bohnen geerntet werden. Wer mochte, durfte gerne helfen. Klar waren wir dabei und der Nagellack musste sich einem Härtetest unterwerfen.

Die Ernte war reichhaltig, so dass abends voll aufgefahren wurde. Ein reichhaltiges 3-Gänge-Menü wurde serviert. Wie entspannt, einmal nicht kochen zu müssen. Das übernahm die hofeigene Köchin. Perfekt abgestimmt wurde ein Festmahl serviert – und das jeden Tag. Bei diesem kulinarischen Hochgenuss würde jedes Cluburlaubbüffet vor Neid erblassen. Es war schlicht und einfach perfekt. Man schmeckt die Frische des Bauerngartens förmlich heraus. Übrigens: Man darf sich auch gerne selbst versorgen, wenn man das Geld für das Abendessen sparen möchte, ich empfehle allerdings jedem Gast nicht auf diesen Genuss zu verzichten.

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Am Nachmittag folgten wir der morgendlichen Einladung Bjarnes beim Getreide ernten dabei zu sein. Er bat auch an, dass wir mitfahren können, aber mein kleiner junger Mann wollte lieber am Rand mit Steinen spielen und den Drescher beobachten. Auch schön. Und entspannt.

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Zwei Tage abschalten, zwei Tage nur den Fokus auf sich und die Natur legen. Sich treiben und kulinarisch verwöhnen lassen, Tiere beobachten und im Rhythmus der Natur tanzen. Herrlich. Hier möchten wir ganz bald wieder hin – ins schöne Bullerbü in Süddänemark.

Erholte und dankbare Grüße sendet Euch,
Eure Deichdeern.

beitrag

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit LandReise.de entstanden. Wir danken dem gesamten Team sowohl von LandReise als auch von Vandmøllen für diese erlebnisreichen Tage. Wir hatten es wundervoll bei euch und wissen jetzt, was hygge wirklich bedeutet.

 

 

 

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