Pförtchen nach Omas Art

Werbung // Der Artikel enthält einen Link zu Amazon und ist daher als Werbung gekennzeichnet.

„Ooljohr, Nejjohr,
Mudder, sünd de Förten goor?
Sünd se goor, so giff mi n poor.“

[Auszug aus einem plattdeutschen Rummelpottlied]

Seid ich denken kann, gibt es bei meiner Oma an Silvester Pförtchen. Dafür braucht man so eine besondere Pfanne. Ich hab eine von meiner Oma bekommen als ich 10 Jahre alt war. Mit dieser Pfanne backe ich die Pförtchen noch heute. Sie ist aus Gußeisen und für mich das Wertvollste, was ich von meiner Oma bekommen konnte. 60 Mark hat meine Oma dafür auf den Tisch gepackt bei Holm in Kellinghusen. Der Laden sagt euch jetzt natürlich nichts. Das war so ein Porzellangeschäft, in dem ich nichts anfassen durfte und Kinder nicht so erwünscht waren. Genau wie bei B&H in der schicken Damenabteilung. Da habe ich auch immer einen Anpfiff von den garstigen Verkäuferinnen bekommen, wenn ich ein Abendkleid angefasst habe. Meine Oma hat mich trotzdem mitgenommen. Das hat sie nämlich überhaupt nicht interessiert, wo Kinder erwünscht waren und wo nicht. Ich wurde überall mitgenommen. Dafür bin ich ihr bis heute sehr dankbar.

Auch wenn sie heute nicht mehr unter uns weilt, versuche ich doch ihre Tradition des Pförtchen-Backens an Silvester aufrecht zu erhalten. Heute dann für meine eigene Familie, aber immer noch mit der 60-Mark-Gusspfanne.

Wenn ihr nun auch euch mal an Pförtchen versuchen möchtet, habe ich hier Omas Rezept für euch abgeschrieben.

Zutaten

  • 5 Eier aus der Region (war Oma wichtig)
  • 500 g Mehl, vorher sieben, sonst klumpt es
  • 500 ml Milch (es geht auch gut mit 250 ml Buttermilch und 250 ml Milch)
  • fast einen ganzen Packen Backhefe (ca. 30 g)
  • eine gehöhlte Hand voll Zucker
  • eine kleine Prise Salz
  • Öl zum Anbraten
  • Zum Tunken: Marmelade, Zucker, Zimt & Zucker (nach Belieben)

Material

  • Pförtchenpfanne (ich hab die Scanpan, die allerdings heut 89 € kostet. Es gibt aber auch günstigere, z.B. bei Amazon* (Affiliate-Link)

Zubereitung

  1. Eier aufschlagen und rühren bis es eine Masse ergibtparallel dazu Milch erwärmen und Backhefe darin vollständig auflösen
  2. Mehl in das Eiergemisch peu à peu nachstreuen, dass der Knethaken noch gegenankommt.
  3. Milch und Mehl abwechselnd zugeben (eigentlich wie beim Pfannkuchenteig)
  4. Prise Salz noch dazu und die Hand voll Zucker
  5. Die Konsistenz ähnelt einem festeren Pfannenkuchenteig, wobei der Löffel sich schwerer anfühlt, wenn man ihn rein und wieder raus tunkt.
  6. Handtuch über die Schüssel und mindestens 30 Minuten in einem wamen Ort (Zimmertemperatur) ruhen lassen. Die Hefe muss jetzt arbeiten.
  7. Öl in die einzelnen Förmchen gießen und erhitzen. Nicht ganz heiß. Ich hab meinen Herd auf Stufe 6-7 (von 9).Teig rein, warten. Mit einem Holzlöffel oder einer Fleischgabel vorsichtig drehen. Wer die Pförtchen nicht blanko mit Zucker oder Marmelade naschen möchte, dem empfehle ich eine halbe getrocknete Pflaume reinzudrücken bevor das Pförtchen gewendet wird. Meine Oma hat ab und zu drei Rosinen reingelegt. Das mag ich auch sehr. Wie bei allem gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich werde nachher noch das restliche Marzipan, Schokostreusel und Pflaumen rein drücken als Kern. Mal schauen, wie es schmeckt.

Bevor ich es vergesse: Pförtchen schmecken warm und kalt, aber am besten in Gesellschaft.

Guten Appetit und einen guten Rutsch!

Eure Deichdeern

Für mehr Transparenz: Ich hab euch einen Amazon-Partnerlink bei der Pförtchenpfanne hinterlegt. Das bedeutet, dass ich ein paar Taler verdiene, wenn ihr über den Link bestellt.

6 comments Add yours
  1. Vielen Dank für “ Omas“ Rezept. Traditionen sind wichtig , so gibt es bei uns am 1.1. Neujahrskrapfen, der Teig ähnelt deinen etwas, werden nur in einem Topf mit Fett gebacken. Ein Rezept/ Gericht was
    ich von meiner Ur – Oma her habe und es ich immer an sie erinnert.
    Liebe Grüße
    Julia

  2. Vielen Dank für das Rezept, Julia. Meine Futjespfanne steht auch schon bereit, denn auch in unserem Haushalt haben wir diese Tradition. Bei uns gibt es die Futjes zum Mittagessen dazu wird eine Saftsuppe gereicht. Legger!!!

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