Grünes Start-up: Junglandwirtin eröffnet Schafskäsemanufaktur

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„Wenn ich mit dem Studium fertig bin, gehe ich erstmal ins Ausland oder zumindest in die Großstadt“, so der Tenor zahlreicher Uniabsolventen. Es gibt aber auch eine kleine, aber feine Bewegung, die gegen den Urbanisierungstrend anschwimmt. Lena Martensen gehört zu dieser „Spezies“. Die 30-jährige Jungunternehmerin aus Tettwang/Achtrup sieht ihre berufliche Zukunft in ihrer Heimat Nordfriesland und macht aus ihrem Hobby, der Schafhaltung, ihren Beruf. Zusammen mit ihr und ihrem Partner leben auf dem Hof ein Hund, zwei Pferde, eine Katze und knapp 50 Schafe plus Lämmer: 26 Schafe sind sogenannte Milchschafe, die Lena melken kann. In ihrem Melkstand sind Platz für zwei Schafe und ein Schaf gibt im Schnitt einen Liter Milch pro Tag. Martensen setzt morgens und abends die beiden Melkbecher bei ihren „Määhdels“ an. Am Ende des Tages hat sie 30 Liter in ihrer Milchkanne. Soviel wie eine Kuh im Durchschnitt gibt. „Das ist weißes Gold“, sagt sie schmunzelnd. Einmal ist ihr der volle Eimer umgekippt. „Da hätte ich wirklich heulen können. Einmal nicht aufgepasst und einen Tag umsonst gearbeitet.“ Den Käse macht Lena in ihrer kleinen sterilen Küche, die aus gefliesten Wänden, zwei großen Töpfen und einem Waschbecken besteht. Wer die Küche von innen betrachten möchte, muss sich in weiße, sterile Kleidung hüllen. Hygiene hat bei ihr oberste Priorität. Handschuhe, Schürze, saubere Kleidung und ein Haarnetz müssen getragen werden. Die Jungunternehmerin ist dort äußerst penibel.

Chef schenkt Schaf

Doch wie kam sie überhaupt zu der Schafhaltung? Lena Martensen wuchs in Bredstedt auf. Durch die Landjugend und ihren landwirtschaftlich geprägten Freundeskreis entschied sich die damals 16-Jährige ihr Abi mit Agrarschwerpunkt in Niebüll zu machen. „Da hat mich die Faszination Landwirtschaft einfach gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen“, so die Maurertochter. Nach der Hochschulreife folgte eine verkürzte, zweijährige Lehre als Landwirtin auf dem Hof von Harke Stollberg in Addebüll. Neben dem Ackerbau widmete sie sich leidenschaftlich gern den 400 Schafen, die mit ihrem „goldenen Tritt und ihrem scharfen Zahn“ die Grasnarbe des Deiches so festigen, wie es keine Maschine schaffen könnte. „Als Abschiedsgeschenk zur bestandenen Ausbildung bekam ich dann ein Schaf vom Chef geschenkt.“ Ein Präsent mit Folgen, wie sie feststellen muss, denn Schafe sind Herdentiere und „so war das eine nicht lange allein“, schlussfolgert die Schäferin.

Hobby zum Beruf

Die Jahre gingen ins Land und Lena widmete sich ihrem Agrarstudium in der Landeshauptstadt. Die Schafe blieben. Vor drei Jahren kaufte sie dann gemeinsam mit ihrem Partner Michael einen Hof in Tettwang. „Es war Platz für mehr Schafe da und aus fünf würden schnell zehn. Ich war als Herdenmanagerin auf einem Milchviehbetrieb angestellt und habe parallel immer überlegt – und gerechnet vor allem – wie ich mit meinen Schafen ein eigenes Einkommen generieren könnte. So kam ich auf die Veredelung der Schafsmilch“, berichtet sie mit freudigem Gesichtsausdruck.

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Und wie steht es mit der Vermarktung? Einen eigenen Hofladen will Lena Martensen nicht. „Dann bin ich an Öffnungszeiten gebunden, das schaffe ich zeitlich gar nicht.“ Sie verkauft ihren Schafskäse über Facebook, in zwei Hofläden in Sprakebüll und Bordelum sowie bei EDEKA in Breklum. Ein weiterer Hofladen in Morsum auf Sylt hat ebenfalls Bedarf angemeldet. Ihr bisheriges Angebot umfasst zwei Käsesorten: Der Halbhartkäse „Tilly“ und der Schafkäse „Watt‘n Käs“. „Insbesondere der Schafskäse ist ein echter Renner und bei uns im Freundeskreis ein Must-have bei jedem Grillabend.“ Etwa drei Stunden am Tag beansprucht die Käseproduktion ihre Zeit. Dazu kommen zweimal täglich anderthalb Stunden Melken und Reinigen, Füttern, Lämmer versorgen sowie die Ausfuhr der hochwertigen Erzeugnisse.

Das Konzept geht auf. Und wie steht es mit der Finanzierung eines solchen Projektes? Martensen berichtet, dass sie ein halbes Jahr einen Gründerzuschuss von der Arbeitsagentur erhalten habe. Eine brauchbare Unterstützung für das kapitalintensive, erste halbe Jahr. „Toll, dass es sowas gibt“, stellt sie fest.

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Traumberuf gefunden

Nähe zu Tieren und Natur, zum Land, zu den Menschen – das sei das Besondere der Käserei, sagt die Agrarwissenschaftlerin. Für viele sei es selbstverständlich, dass Lebensmittel in Qualität und Quantität jederzeit erhältlich seien. Dabei vergesse man leicht, welcher Produktionsprozess dahinter stecke. „Es ist wichtig, dass die Wertigkeit von Lebensmittelprodukten wieder steigt.“ Auf Nachfrage, wo sie ihr junges Ein-Frau-Unternehmen in der Zukunft sehe, weiß sie ebenfalls Antwort: „Mir ist wichtig, dass ich alles alleine schaffen kann. Platz habe sie für 50 Milchschafe, mehr aber nicht, sonst überschreite sie arbeitszeittechnisch ihre Grenzen.

Eure Deichdeern.

Kontakt:
Achtruper Schafskäserei
Tettwanger Str.
25917 Achtrup
Tel: 0174-3652265
Facebook-Seite
www.achtruper-schafskaeserei.de

 

 

 

Home is where your Herd is

aufmacher_vonderschulbankinslehrerzimmer„Guten Morgen und herzlich Willkommen in meiner zweiten Heimat“, begrüßt mich eine freundliche Stimme am Eingang der Fachschule für Hauswirtschaft in Hademarschen, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Es ist Dorthe Reimers. Die 28-jährige, große blonde Frau schreitet flotten Schrittes den langen, schmalen Schulkorridor entlang. Sie blickt zu mir nach hinten und sagt: „Wir sind heute in der Lehrküche. Das Menü wurde bereits besprochen und wir beginnen gleich mit dem Kochen. Es gibt Seelachsfilet Müllerin Art. Was das genau ist, zeige ich am besten gleich.“ Kurz vor dem Abbiegen in die Küche streift sich Dorthe mit einem gekonnten Handgriff das Haarnetz über. Sie trommelt die kochwütigen Schülerinnen zusammen und zeigt in der vordersten Kochkoje, worauf es beim Fisch zubereiten ankommt. Vor genau 12 Jahren stand sie selbst das erste Mal in dieser Küche – damals noch als Unterklassenschülerin.

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Dass ihre Zukunft mal in der Küche stattfinden würde, wusste Dorthe bereits mit sieben Jahren. Als ihre Eltern einmal kurz das Haus verließen, ermahnten sie ihre Tochter, sie solle wieder keine Eier für ihre Backexperimente verschwenden. „Die Herausforderung habe ich natürlich angenommen und einen Teig aus Mehl, Rasierschaum und ein bisschen Salz gezaubert. Die Masse habe ich dann zum „backen“ auf der Heizung im Wohnzimmer verstrichen. Als meine Eltern zuhause eintrafen, präsentierte ich stolz „mein Brot“. Ich bekam großen Ärger, den ich nicht nachvollziehen konnte. Schließlich hatte ich keine Eier verschwendet“, resümiert die ehemalige Pellkartoffelkönigin und „Erfinderin der Kartoffelpralinen“. Spätestens danach hatte keiner mehr Zweifel an ihrem Berufswunsch Hauswirtschaft. Ein paar Jahre und ein Realschulabschluss später besuchte die damals 16-Jährige dann endlich die Fachschule für Hauswirtschaft im ländlichen Raum. Das Besondere an der Schule: Die einjährige Internatszeit wird gleichzeitig als erstes Lehrjahr anerkannt. „Ich hab das ganze Wissen, das mir hier vermittelt wurde aufsogen wie ein Schwamm“, betont sie. „Für mein zweites Lehrjahr zog es mich nach Sommerland im südlichen Kreis Steinburg. Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb arbeitete sie im Haushalt und unterstütze tatkräftig bei den Melkzeiten. „Wer ein Jahr im Mädcheninternat übersteht, den schreckt so schnell kein Kuhstall ab“, sagt sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Für das dritte Lehrjahr zog es Dorthe in einen Privathaushalt. „Für mich eine ganz besondere Zeit, und wenn man so möchte ein kleiner dunkler Fleck in meinem Lebenslauf, denn kurz vor Ende der Ausbildung wechselte ich auf eigenen Wunsch zurück nach Sommerland, um dort die Ausbildung zu beenden.“ Sie wirft einen Blick über ihre Schulter und beobachtet ihre Schülerinnen beim Zubereiten. „Im Nachhinein betrachtet, kam mir diese Erfahrung, die ich damals mit dem Lehrstellenwechsel gemacht habe, zu Gute, denn ich werde immer noch von teils ehemaligen Schülern nach Rat gefragt, wenn es um dieses sensible Thema geht.“

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Zum Ende des dritten Lehrjahres gewann die gebürtige Hohenasperin den Berufswettbewerb, der von der Landjugend ausgerichtet wird, in der Kategorie Hauswirtschaft. Auf Bundesebene schaffte sie es sogar unter die Top Fünf. Wie sich erst im Nachhinein herausstellte, war dieser Wettbewerb der Grundstein für Dorthes spätere Landjugendkarriere. „Man lernte tolle Leute kennen und plötzlich, eh man sich versah, war ich mit im Landesvorstand“, fügt sie hinzu.

Nach der Ausbildung folgte die Rückkehr nach Hademarschen. Dieses Mal als Oberklassenschülerin. Das Jahr verging im Fluge und Dorthe fühlte sich bestens vorbereitet für das Berufsleben. Sie wusste bloß nicht auf welchen Beruf genau. Ihre Unentschlossenheit zog sie für neun Monate auf einen Milchviehbetrieb nach Kanada. „Ich hatte die naive Hoffnung, dass mir dort einfällt, was ich machen soll. Es kam aber keine Erkenntnis. Auch nicht am Abflugstag“, zeigt sie sich einsichtig. „Ich fing also an mich überall vorzustellen: Hotels, Großküchenleitung, Altenheime, aber immer fehlte das gewisse Etwas.“ Dann kam der Anruf von Gudrun Krey, langjährige Lehrerin an der Landfrauenschule. Sie suche nach tatkräftiger Unterstützung für die Grüne Woche, da sie zu wenig Blaumeisen für Berlin hatte. Dorthe willigte ein und „flog“ das zweite Mal unter schleswig-holsteinischer Flagge in die ehemalige CMA-Halle. „Beim „Trinkgeldessen“ mit den Blaumeisen gab mir Frau Krey dann den Wink, ich solle doch mal eine Bewerbung einreichen, da die Schule eine hauswirtschaftliche Betriebsleitung suche.“ Und da war er. Der Job nach dem Dorthe gesucht hatte auf dem Serviertablett. „Alles dabei: Spannung, Spiel und was zum Naschen“, scherzt sie. Sie bekam die Stelle und es folgten sechs Jahre als hauswirtschaftliche Betriebsleiterin im Internat. Der geringe Altersunterschied zu den Schülerinnen war nie ein Problem. „Im Gegenteil, denn ich bin sehr dicht an den Themen dran, die die Mädchen (und die paar Jungs) gerade bewegen.“

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Ein Zwischenruf aus der zweiten Koje hallt durch die Küche: „Frau Reimers, was machen wir mit dem Rest Ei von den Kirschtaschen für den Nachtisch?“ „Einen Moment bitte“, sie steht kurz auf, dreht sich in Richtung Schülerin und erwidert in die Runde: „Bitte einfach die Taschen mit dem restlichen Ei bestreichen. Das gibt einen tollen Glanz.“ Und setzt sich wieder. „So, und jetzt möchte man sicherlich wissen, wie ich an die Fachlehrerstelle kam?“ und schießt die Antwort gleich hinterher: „Viele unserer Kollegen gehen dieses und kommendes Jahr in Rente. Frau Krey ging bereits diesen Sommer, zwei weitere werden zum Sommer 2017 in Pension gehen. So ergab sich ein Fachlehrermangel und um es weiterhin zu gewährleisten, die angemeldeten Schüler im kommenden Jahr zu beschulen, war es wichtig eine Fachlehrerstelle dafür zu schaffen.“ Im Gegensatz zu Studienräten, die nach dem Studium ins Referendariat übergehen, ist es bei Fachlehrern so, dass ihre Stelle „geplant“ sein muss. Also nur, wenn konkreter Bedarf geäußert wird, darf eine Fachlehrerreferendariatsstelle ausgeschrieben werden. „Das wiederum hat den Vorteil, dass ich nach dem Referendariat einen Arbeitsplatz an der Schule sicher habe“, schlussfolgert die engagierte Vollblut-Hauswirtschafterin. Ihre Lehrerausbildung erfolgt über das BerufsBildungsZentrum am Nord-Ostsee-Kanal, der Mutterschule der Fachschule für Hauswirtschaft. Montags unterrichtet sie in Hademarschen, donnerstags in Rendsburg am BBZ. Den Rest der Arbeitswoche verbringt sie mit pädagogischen Weiterbildungen und Schulbesuchen von Mitreferendaren. 

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Dorthe blickt auf die Uhr und erinnert ihre Köchinnen zeitnah ihren Tisch vorzubereiten. Während sie weiter über ihre Vita erzählt, beobachtet sie zeitgleich jeden Schritt, der in den zwölf Kojen geschieht. Multitasking par excellence. Am Ende versammeln sich Service- und Kochschülerinnen um den großen Tisch. Die Schülerinnen wiederholen, worauf es bei „den drei S“ (Säubern- Säuern- Salzen) ankommt und was mit Seelachsfilet „Müllerin Art“ (mehlierter Fisch mit Salz-Petersilienkartoffeln und Zitronenbutter) gemeint ist. Mein Blick schweift ab auf ein Zitat, dass ich auf einem Notizblock sehe: „Home is where your Herd is“ steht darauf geschrieben. Jetzt verstehe ich, was sie eingangs mit ihrer zweiten Heimat bei der Begrüßung meinte. Dann hält Dorthe die Tür zum großen Speisesaal auf und lädt mit einer einladenden Handbewegung ein, sich zu Tisch zu begeben. „Darf ich in mein großes Esszimmer einladen?“

Eure Deichdeern.

 

 

 

Spermaparty

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Wenn man in meinen Kalender schaut, könnte man denken, ich sei ein ziemlich krasser Partygänger – insbesondere unterhalb der Woche. Beim genaueren Betrachten bemerkt man jedoch schnell, dass es sich hierbei nicht um Cola-Korn-Discofox-Partys handelt, sondern um „Hausfrauenpartys“.
Was ist das? Abends ab 19:30 Uhr, wenn die Kinder im Bett sind und die Bordsteine hochgeklappt wurden, wird es laut in den Gastgeberküchen im ländlichen Raum. Hier treffen sich die mehr oder minder desperaten Hausfrauen. Warum grad die? Diese besondere Spezies ist super empfänglich für Schnickschnack. –
Gestatten, ich bin eine von ihnen. Ich war schon fast auf jeder Party. Willst du auch? Kein Problem. Hier einen kurzen Szeneview. Als Einstieg in die Partyszene empfehle ich euch die Klassiker: Thermomix-, Putz-, Tupper- oder Schmuckpartys. Sitzen, sabbeln, Salzstangen muffeln. Hier kann man sich wohlfühlen und berieseln lassen. Ein bisschen Landgossip gibt es neben einem Gastgeschenk sogar gratis.
Den Fortgeschrittenen, die für die nächste Ebene bereit sind, empfehle ich Bastelpartys. Aber Obacht, hier fällt es sofort auf, wenn man das erste mal dabei bist und zum Beispiel noch nie einen Stempel benutzt hat oder nicht den Unterschied zwischen Azur und Aquamarin kennst. Oberpeinlich.
Wenn du auch diese ergebnisorientierte Fete überstanden und gemeistert hast, bist du wirklich bereit für den Olymp: die Dildoparty. Eine Hausfrau, quasi eine von uns, stellt Dildos und Vibratoren sämtlicher Couleur vor und reicht diese in der Runde rum. Ähnlich wie die Fleischplatte bei Muttern zu Weihnachten. Dazu gibt es halbtrockenen Sekt. Der macht nämlich schön dumm und hemmungslos. Langsam wird das billige schwarze Satintuch nach rechts aufgekrempelt. Zum Vorschein kommen Analkette und Co auf dem Bügelbrett(!). Mein Lieblingsmoment war der, als sich die Mittfünfziger Dame vom örtlichen Hagebau Baustofftresen einen Vibrator zum Testen an die Nasenspitze hielt. Leute, das ist nichts für schwache Nerven. Ihr müsst euch vorher klar darüber sein, mit wem ihr in dieser Runde sitzen möchtet.
Seit kurzem beobachte ich einen neuen Trend: Auch Männer veranstalten nun Hauspartys. Allerdings geht es dabei männlicher zur Sache: Ein Weber-Mensch führt die Herren in die Kunst des Grillens ein. Der moderne Mann hat nebst Grill und Grillkoffer nämlich auch einen Smoker.
Doch aufgepasst! Um die Ecke lauert schon die nächste Konsumfete auf: die Spermaparty. Zugegeben, der Name ist etwas speziell, aber es beschreibt das worum es nunmal geht: Samen, genauer gesagt Bullensperma. Ein Anpaarungsberater eines Rinderzuchtverbandes erläutert Landwirten anhand eines Kataloges, welcher Bulle ein top Vererber für seine Ladies wäre. Dazu gibt es Bier und Dorfschnack. Natürlich sind die Herren-Veranstaltungen gut besucht. Schließlich gibt es auch dort ein Gastgeschenk.
In diesem Sinne, Party hard!
Eure Deichdeern

Bist du schwanger?

Als Frau scheinen private Entscheidungen irgendwann nicht mehr privat zu sein. Vorallem, wenn sie steil auf die 30 zugehen, meinen viele, vorallem Fremde, dass sie jetzt doch mal nachfragen müssen. Schließlich lege ich auch großen Wert darauf, Lebensentscheidungen mit dem Klempner meiner Eltern zu diskutieren. #not „Wie, du hast gar keinen Freund?“ war ja vor drölf Jahren schon hart ätzend, aber dann haste einen und dann das: „Wann heiratet ihr denn endlich?“ Alter. Da ist ja doch noch Steigerungspotenzial. Meine Tante Karin (der Vorname „Tante“ lässt ihr Alter erraten) ist eine von diesen Undiskreten auf unseren Familienfesten. Memo an mich: Dieses Jahr wieder früher zum Familienfest fahren und gute Plätze sichern.

Aber wo wir grad bei unverschämt und indiskret sind, ich hab da noch die Speerspitze aller Fragen für euch: „Wie sieht’s denn mit Kindern aus?“ oder für alle Frischkalbenden unter uns gleichwertig: „Wann kommt denn das zweitääää?“ (Obacht, ein Dehnungs-ä.) 

Fakt ist, ob Beziehungsstatus oder Gebärmutterinhalt – ab einem gewissen Alter scheinen das Themen zu sein, die Frau auch mit Wildfremden diskutieren müssen. Ich für meinen Teil, weise sie freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass es indiskret ist – insbesondere 78-Jährige Großtanten.

Wie siehts bei euch aus? Welche Frage hasst ihr am meisten? Ich würde eine TOP 5 fertigstellen wollen. 🙂