DIY | So baust du eine Waschanlage für die Kleinen

Moin!

Junge, war das pustig die letzten Tage. Höchste Zeit also die eingestaubten (Tret-)Fahrzeuge der Kleinen zu waschen – und zwar spielerisch. Dafür hab ich mir eine Waschstraße überlegt, die ganz flink nachzubauen ist. Wenn ich nicht grad noch drölf Bilder für euch davon hätte machen müssen, wäre sie sogar in 15 Minuten fertig gewesen. So waren es 25 Minuten 😉 Los geht’s!

Material

  • eine alte Plastiktüte („schwedische Botschaft“, o.ä.) aus dickerem Plastik
  • einen Rasensprenger plus Schlauch
  • zwei Paletten (1,20m x 0,80m)
  • vier Balkenwinkel (hier nicht die Billigsten nehmen, wir wollen ja keine Paletten auf den Kopf kriegen, vier Stück ca. 10,00 €)
  • eine Wand zum gegenspaxen
  • Schrauben (große und lütte)
  • 2 Staubwedel (hab ich aus dem Baumarkt, à 2,99 €)
  • Tüddelband
  • Rahmenholz (ca. 1 m breit, um die zwerschnittene Tüte daran zu fixieren
  • nach Belieben: Luftballons und Anstrich, wenn es z.B. ein Highlight auf nem Kindergeburtstag/Nachbarschaftsfest, o.ä. sein soll.

Werkzeug

  • Stichsäge
  • Akkubohrer
  • Schraubenzieher
  • Schere

Anleitung

Schritt 1 – Standortwahl

Material bereit stellen und eine geeignete Stelle für die Waschstraße stellen. Wir haben es an das Gartenhaus gespaxt. Dort kann das Wasser versickern, es steht nicht im Weg und die Holzgartenhütte bietet ein optimales Seitenteil, um das Konstrukt daran zu befestigen. Geplant hatte ich es ursprünglich mit zwei Paletten. Dann habe ich aber noch eine Holzwand in Palettengröße gefunden und diese verwendet. Der Vorteil: Sie ist wesentlich leichter. Der Nachteil: Wir mussten noch ein Loch für den Rasensprenger reinsägen. Das wäre bei der Palette voraussichtlich nicht nötig gewesen.

Schritt 2 – Aussägen

Wie bei Schritt 1 erwähnt, haben wir ein Loch ausgesägt für den Rasensprenger. Dieses sollte zirka 15 cm breiter sein als der Sprenger, damit der Schlauch keinen Knick bekommt

Schritt 3 – Montieren

Vier Winkel schnappen und das ganze Konstrukt an der Wand fixieren. Wie oben in der Materialliste erwähnt, bitte drauf achten, dass ihr stabile Winkel, z.B. Breitwinkel oder Balkenwinkel wählt. Ich weiß, das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen, aber ich möchte vermeiden, dass doch was passieren kann und ich mir den Schuh anziehen muss. Deshalb: Safety first: Breite Winkel wählen.

Schritt 4 – Bürsten

Nach der Wasserdusche kommen ja die Bürsten und zum Schluss die langen, zotteligen Fleecelappen zum Trockenwischen. Die Reihenfolge habe ich mit unserem Sohn erarbeitet. Er musste bei der letzten Autowäsche genau aufpassen, welcher Schritt wann kommt. Heißwachs und Motorwäsche sparen wir uns übrigens 😉
Für die Bürsten haben wir zwei Staubwedel gekauft und die oben einmal mit Tüddelband festgemacht. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Man kann auch Walzen formen aus 100er KG-Rohren oder Schaumstoffüberzüge, die man zum Verkleiden von Rohren nimmt. Bei beidem werdet ihr in der Sanitärzubehörabteilung im Baumarkt fündig. Ich habe mich für die Billo-Variante entschieden und zwei Staubwedel gekauft.

Schritt 5 – Trocknen

Für diesen Schritt habe ich etwas länger überlegt und letztendlich einen lieben Tipp von Vanessa alias Frau Piepenkötter, Bloggerin und Kitaleiterin aus Niedersachsen erhalten. Sie hat bei sich in der Einrichtung etwas ähnliches gebaut und IKEA-Tüten zerschnitten. Die Tüten sind extrem reißfest und vermutlich die beste Wahl. Ich hab mich für eine dicke Plastiktüte aus dem Discount-Blumengeschäft entschieden. Die hatte ich noch vom Midsommarfest und der Blumenkränzeaktion über. Die Tüte habe ich auf ein leichtes, ein Meter breites Kantholz mit kurzen Schrauben fixiert und anschließend eingeschnitten. Die roten Tragelaschen hab ich abgeschnitten und ebenfalls als Aufhängung verwendet. So fahren die Kinder direkt durch die Fransen durch und haben da noch ein kleines Erlebnis. Sicherlich kann man auch alte Handtücher, Fleecelappen, o.ä. verwenden. Ich wollte nur möglichst günstig das ganze umsetzen.

So, und dann würde ich sagen, steht der ersten Wäsche ja nichts im Wege und der Sommer kann kommen. Ich wünsche euch ein fröhliches Nachbauen und freue mich immer riesig, wenn ihr mir Bilder zuschickt, sofern ihr das nachgebaut habt. Bei meinen anderen Projekten, wie z.B. dem Paletten-Standkorb, dem Eisladen oder auch dem Paletten-Kräuterregal habt ihr das auch schon fleißig gemacht – und das ist für mich der größte Lohn. Okay, das und die strahlenden Kinderaugen von unserem Lütten, der ab heute Wäscher werden will.

Schritt 6 – TÜV-Abnahme vom Lütten

Frische Grüße,

eure Deichdeern

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