Bauer sucht Hipster

Unsere Landwirte sind schon ziemlich verrückte Typen. Da liegt die Idee also nicht fern, sich Anfang Juni, also einen bis anderthalb (je nach Region) Monate vor dem Erntestart, mit dem Mähdrescher auf den Campus, in dem Fall der Platz der Göttinger Sieben in Göttingen, zu stellen und zu zeigen, welche Schritte eigentlich notwendig sind bis das Frühstücksbrötchen so auf dem Tisch liegt, wie wir es kennen.

Highlights:

AgrarScouts:

  • 28 Junglandwirte, die einen Tag vorher acht Stunden lang als AgrarScouts ausgebildet wurden. Hier lernt man den richtigen Umgang mit kritischen Fragen, wie man richtig zuhört, wie man aktiv auf seine Mitmenschen zugeht und sie auch wertschätzt. Auch ich bin einer von den mittlerweile 290 AgrarScouts.

Brot und Mehl: Welche Mehltypen gibt es und was macht eigentlich so ein Müller den ganzen Tag?

  • 500 g Mehltüten (Roggen, Dinkel, Weizen) und eine große Schautafel
  • Der Beruf des Müllers: Supermodern – hättest du es gewusst? Schau mal hier.

Ernte: Auf der Straße gefürchtet – auf dem Acker begehrt

  • Mähdrescher zum Probesitzen, natürlich. Da kommt das Kind ins uns allen hoch. 🙂

Pflanzenschutz: Welche Arten gibt es eigentlich? Vogelscheuche, Nützlinge  

  • eine Drohne, mit der man supermini Schlupfwespen über der Maisfläche abwerfen kann
  • eine Schautafel über Glyphosat mit pro und kontra: Wann wird es wirklich verwendet? Gibt es Alternativen?
  • ein Behältnis mit Mehlwürmern und Käfern

Aussaat: Wie kommt die Saat in den Boden?

  • eine Schautafel zum Thema Aussaat

Pflanzenzüchtung: Forschung und Entwicklung von Weizen, Mais & Co.

  • kranke, von Fusarien befallene Weizenpflanzen (und gesunde zum Vergleich)
  • Petrischalen mit unterschiedlichen Pilzen
  • Schautafel zur Pflanzenzüchtung

Die Aktion, die von den Junglandwirten Südniedersachsen und der Fachschaft Agrarwissenschaften der Uni Göttingen in Kooperation mit dem Forum Moderne Landwirtschaft initiiert wurde, war ein voller Erfolg. Über 800 Nicht-Agrarier (also Geschichts-, Soziologie-, Lehramts- und Jurastudenten und viele weitere) informierten sich bei ihren Kommilitonen. Sogar die Presse war vor Ort. Wen es interessiert: Hier der Link zum Göttinger Tageblatt.

Wenn ihr auch mal Lust habt, so eine Aktion umzusetzen, dann meldet euch gerne bei mir. Gemeinsam schaffen wir es, die moderne Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Eure Deichdeern.

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Hofsafari: Corinna und ihr Abenteuer Heimat

Corinna ist 33 Jahre alt und wohnt  mit ihrem Mann, ihrer Tochter und dem Opa auf einem Bauernhof im Herzen Westfalens. Eigentlich ist sie Theologin und arbeitet an der Uni als Dozentin. Wenn sie dort nicht ist, versucht sie zuhause mitzuhelfen oder mit ihrer Tochter den Hof zu erobern. Besondere Schätze und Abendteuer auf ihrem Hof verblicht sie auf hofsafari.de.

Wie kamst du auf die Idee deinen Blog Hofsafari zu gründen?

Als wir von der Stadt zurück aufs Land gezogen sind, um dort nebenberuflich die Landwirtschaft auf dem elterlichen Hof meines Mannes wieder aufleben zu lassen, fanden das die Freunde und Arbeitskollegen aus der Stadt irre spannend. Sie haben mich Löcher in den Bauch gefragt. Mutterkuhhaltung ist für Theologen an der Uni ungefähr so exotisch wie der Pinguin im Zoo. Ich habe gemerkt, dass sie so überhaupt keine Idee davon haben, was wir da treiben. Ständig diese Frage, warum wir unsere Kühe nicht melken…Nüchtern betrachtet, war also ein Bedarf da.  Anfangs bin ich immer noch zur Arbeit in die Stadt gependelt. Ich hatte das Gefühl zwischen zwei Leben zu Switchen. Das hat mir eigentlich ganz gut gefallen, aber manchmal waren die Brüche schon sehr hart und ich musste abends selber lachen, was für verrückt unterschiedliche Dinge ich den Tag über getan habe. Gerne hätte ich darüber geschrieben, aber es fehlte die Zeit. Dann wurde ich krank und ich hatte mehr Zeit als mir lieb war. Aber auf diese Weise konnte ich mich mit der Erstellung des Blogs beschäftigen und nun möchte ich ihn nicht mehr missen.

Bei Safari denke ich an Löwen und Giraffen. Gibt es die bei dir auch?

Noch nicht, aber ich halte alles für möglich. Wir sind da sehr offen, was die Entwicklung unseres Hofes angeht. Grundsätzlich interessiere ich mich aber eher für die heimischen Tiere. Gerne auch alte Haustierrassen. Ich mag das Ursprüngliche und auf den ersten Blick wenig Spektakuläre. Oft verbirgt sich hinter dem, was wir glauben zu kennen, noch ganz viel spannendes Neues. Das Abenteuer Heimat eben.

Bauernhofpädagogik klingt exotisch. Was versteckt sich hinter dem Namen? 

Es geht darum den Bauernhof erfahrbar zu machen für Kinder und Erwachsene. Die meisten Menschen haben heute keinen Kontakt zur Landwirtschaft. Warum auch? Dadurch wurde allerdings das Unwissen über die Kreisläufe in der Natur immer größer. Viele möchten das ändern und ihren Kindern zeigen, wo das Essen her kommt, welchen Einfluss die Jahreszeiten auf die Pflanzen haben und was im Boden alles lebt. Diesem Wunsch gehen wir auf unserem Hof mit einem bauernhofpädagogischen Angebot nach. Kinder können regelmäßig zu uns kommen und den Bauernhof erleben.

Was treibt dich persönlich zu bloggen?

Am Anfang habe ich nur für mich und Bekannte geschrieben, nach dem Motto irgendwo müssen die Gedanken ja hin. Mittlerweile wird das Interesse immer größer. Das freut mich natürlich und ich überlege mir schon, was ich gerne mitteilen möchte. Was gibt es in dieser Jahreszeit spannendes mit Kindern in der Natur zu entdecken oder was passiert gerade in der Landwirtschaft? Ich will da gar nicht belehren, sondern nur Ideen geben und ein bisschen Anregen. Die Hofsafari findet zwar immer auf einem Bauernhof statt, aber die meisten Dinge über die ich schreibe, kann jeder vor seiner Haustür finden. Man muss gar nicht weit reisen um Entdecker werden zu können.

Wo siehst du dich und deinen Blog in drei Jahren und was möchtest du erreichen?

In drei Jahren soll mir das bloggen immer noch so viel Spaß machen wie heute. Außerdem würde ich mich darüber freuen, wenn ich vielen Menschen Impulse gegeben habe mit ihren Kindern die Natur zu entdecken (oder auch ohne Kinder, einfach selber). Und ich möchte noch mehr landwirtschaftliche Themen unterbringen – mit einer Schleife drum herum. Der Gedanke gefällt mir ganz gut.

Danke Corinna. Alles Liebe für Dich! Deine Deichdeern.

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Fotos: Corinna Baumhoer, hofsafari.de

10 Dinge, die du wissen solltest, wenn du dir einen Bauern angelst

87Bauern sind ganz besondere Menschen – insbesondere, wenn es um Dates und Beziehungen geht. Du möchtest auch gerne mit einem Landwirten anbändeln? Good choice. Ich habe für dich 10 Facts aufgeschrieben, die du vorab noch wissen solltest, wenn du und dein Herz sich für einen Hofbuben entscheiden.

1. Kein Date vor 21 Uhr.

Während sich der Ottonormalverbraucher so zwischen 19 und 20 Uhr zum Rendez-vous verabredet, schlägt der Herzbube ein lockeres „mir passt es ab neun“ vor. Sieh es mal so: Du kommst nie in die Dinner-Rushhour und kriegst immer einen Tisch. –> „Was Sie wollen einen Tisch für heute Abend? Unmöglich…achso, erst um 21 Uhr? Kein Problem.“

2. Strumpfhosentot.

Ladies, gewöhnt es euch ab in 15 €-Strumpfhosen zu investieren. Im Regelfall hat euer Date so dermaßen raue Hände, dass eine kleine, streichelnde Hand über das Knie ausreicht, um im Gothic Look die Location wieder zu verlassen. Doch es gibt Licht am Ende des Strumpfhosen-Tunnel: Ich habe jetzt ein letztes Mal groß investiert in „die Höhle der Löwen“-Strumpfhose von Bataillion Belette investiert. An Drahtbürsten getestet. So kann die Ersatz-Strumpfhose im Schrank bleiben.

3. Taktvoll.

Spätestens mit 14 wurde jeder Hoferbe zur Tanzschule geschliffen – ob er wollte oder nicht. Manche gingen freiwillig, andere bekamen einen Tanzschulgutschein und Lack (!)-Tanzschuhe zu Weihnachten und mussten was draus machen. Wie dem auch sei, tanzen können sie auf jeden Fall alle. Wobei eine Discofox-Ausbildung und  Taktgefühl zwei Paar (Lack-) Schuhe sind.

4. Hebamme auf Abruf.

Früher mussten die Landwirte oft zuhause bleiben, insbesondere wenn der Geburtstermin einer Färse (eine „Erstgebärende“ Kuh) näher rückte. Da hat sich allerdings ganz schön was getan auf dem Gebiet. Smartphone-sei-Dank könnt ihr heute gepflegt zum Grillabend fahren, weil der Bauer seinen Kreißsaal, sprich seinen Abkalbebereich, per Videokamera im Blick hat. Ein kleiner Schritt für die Digitalisierung, aber ein großer Schritt für die Unabhängigkeit.

5. Der Macher.

Du erstellst unheimlich gerne Do-it-yourself-Pinterestboards? Glückwunsch, damit deine Inspirationen nicht digital verpuffen, sondern auch umgesetzt werden, empfehle ich dir dringend dir einen Bauern zu angeln. Er ist nämlich Architekt, Statiker, Maurer, Betonbauer, Zimmermann und Tischler in Personalunion. Ein Macher halt.

6. Armageddon.

„Hey, wie war dein Tag? “ – „Gut.“- „Wirklich? Was hast du denn gemacht?“ Werte Damen, stellt die Frage nur, wenn ihr ausreichend Zeit und gute Laune habt. Es folgt nämlich eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, die aus der Autorenfeder von Pleiten, Pech und Pannen stammen könnten. Denn ganz wichtig: Irgendwas geht immer kaputt. Womit wir bei Punkt 7 wären.

7. MacGyver.

„Weiß der Bauer keinen Rat, nimmt er Draht. Hat er den nicht zur Hand, nimmt er Band!“ Im tiefsten Inneren eines jeden Bauern steckt ein kleiner MacGyver, der nahezu täglich zum Vorschein kommt. Großes Plus für dich: Landwirte sind Positivdenker. Es gibt nichts, was sie nicht repariert kriegen. Und sollten sie es doch einmal nicht gerichtet bekommen, kennen sie irgendjemanden, meist mit schrägem Spitznamen (Kuddel, Kröte, Knackwurst), den sie auch an einem Sonntagnachmittag anrufen dürfen und der das Problem löst. Wichtige Währung auf dem Dorf, die du dir merken solltest: Kiste Bier.

8. Verliebt Trecker fahren.

Du hast im März, April, Mai, Juli, August, September oder Oktober Geburtstag? Häppi Börsdäi, du darfst mit deinem Schatz an deinem Ehrentag eine Runde mit auf dem Trecker fahren und die Zweisamkeit genießen. Sieh es doch mal so: Andere müssen dafür auf das große Jochen Schweizer-Portfolio zurückgreifen. Kleiner Tipp: Pflügen ist als Sozius nicht die beste Wahl. Du sitzt die ganze Zeit in Schräglage und als Dank wendet er sich die meiste Zeit nach hinten gen Anbaugerät.

9. Pläne ändern sich.

Du bist ein kleiner Orga-Freak und planst gerne im Voraus? Glückwunsch, wenn du mit einem Landwirten liiert bist, kannst du diese bad-behavior endlich ablegen und den Tag einfach mal passieren lassen. Irgendwas kreuzt immer deine Pläne: Kuh kalbt, Ersatzteile besorgen, Milchkontrolle oder einfach die Oma zum Kartenclub chauffieren. Großes Plus, wenn ihr dann auch noch eingeladen seid: Wer zu spät kommt, hat den großen Auftritt. Dein Outfit bekommt das Rampenlicht, das es verdient.

10. Wochenende ist nicht Wochenende.

Wenn du mit einem Landwirten anbändelst, solltest du wissen, dass Wochenende und Wochenende zwei völlig verschiedene Dinge sind. Das Wochenende, das du kennst, beginnt am Freitagnachmittag und endet mit dem Tatort am Sonntagabend. Für den Bauern bedeutet der Begriff Wochenende lediglich das Ende der Woche. Kleiner Tipp: Wenn du ein gemeinsames Wochenende genießen möchtest, empfehle ich dir ein Kurzurlaub auf dem Bauernhof. Das Beste daran: Der Montag fällt dir als normaler Arbeitnehmer gar nicht mehr so schwer, weil du dich Samstag und Sonntag auf de Hof austoben durftest.

Viel Spaß beim Angeln.
Petri heil,

Deine Deichdeern.

Neuer Hofladen in Bordelum

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„Hinter jedem Produkt, das ich in meinem Hofladen anbiete, steht ein Gesicht. Und ich kenne jedes Gesicht persönlich“, sagt Momme Volquardsen. Der waschechte Nordfriese eröffnet am 19. November seinen eigenen Hofladen in der Dorfstraße 20 in Bordelum. Ich durfte heute bereits für euch in den Laden blicken. Schaut selbst:

Gemüse, Kartoffeln, Obst – alles aus der Region und passend zur Saison. Da schlägt das Muttiherz gleich höher. Es wird noch besser: Momme hat alle Bauern und deren Erzeugnisse selbst akquiriert. Das Ganze hat über ein Jahr in Anspruch genommen. Aber ist denn auch wirklich alles regional? „ALLES – nun gut, außer den Wein. Der ist von einem befreundeten Winzer aus Rheinhessen“, verrät er.

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Wir schlendern durch seinen Laden. Die Palettenkonstruktionen verleihen dem Geschäft einen rustikalen Touch. Außerdem fällt auf, dass ausschließlich natürliche Materialien, wie Holz und Steine, verwendet wurden. Momme hat bewusst auf Plastik verzichtet. „Ich bin kein großer Plastikfan und das passt auch nicht zu uns. Wir verwenden nur Papier.“ Ich schreife mit den Fingern an den Obst-Papiertüten vorbei. Sie erinnern mich an die Wochenmarktbesuche, die ich als Kind mit meiner Oma unternommen hatte. Sie raschelten so laut, wenn man heimlich auf der Autorückbank schon mal eine Pflaume oder Kirsche aus der Tüte naschen wollte. Hach…

Oh, ein Kühlregal. Nun gut, eigentlich sind es sogar vier. Vier Kühlschränke voller leckerer Produkte: Butter, Käse, Sahne, Milch, Lammsalami, Schweinefleisch. Gekonnt greift Momme zur Langenhorner Schlagsahne. „Darauf schwört jede Frau, die gerne backt und kocht.“ Die Sahne aus der 8 km entfernten Meierei hat einen besonders hohen Fettgehalt. Das weiß Frau (und Mann) zu schätzen. Das Hüftgold im Übrigen auch. Für Männer hat Momme aber auch etwas Besonderes parat: Leckere Grillsoßen von Fiensmecker.

Überzeugt euch gerne selbst.

Marienhof Ei – der Hofladen
Dorfstr. 20
Bordelum

 

 

 

Neues Klingelschild

Wer mich kennt, weiß, dass ich als #Hans #Dampf gerne auf mehreren Hochzeiten tanze. Deshaaaaalb blogge ich ab jetzt sofort AUCH auf der niegelnagelneuen (ohne Glitzer!) Hofheld-Seite. Einem #virtuellen #Tresen für flotte Jungs un Deerns vom Land. So, ich werde mir jetzt erstmal ein neues Klingelschild machen lassen und *Hofheld* ergänzen. 🚀Yiiiieh-ha. 

🎯 Hier geht’s zu meinem ersten Hofheld-Blogpost inkl. Definition, was mich zum Helden macht: http://www.hofheld.de/?p=687


Dieses Sommersummen.

Die Sonnenstrahlen kitzeln die Sommersprossen auf meiner Nase und flüstern mir zu: „Julchen, schnapp dir den Kinderwagen und fahr ans Meer. Gesagt, getan. Drölf Minuten später bin ich mit meinem Latte Macchiato und meinem supergesunden Zuckerbrötchen auf dem Deichweg und wollte meinem Jungen das Meer zeigen, wenn er seine Mittagsstunde beendet hat. Eigentlich. Nun ist da aber dieses Summen/Surren/Schurren. Dieser einzigartige, unverwechselbare Klang, den es nur zwischen Juli und August gibt. Qualvoll puckel ich den riesen Kinderwagen, der die Ausmaße eines Clubschiffes hat, den Deich hoch und da sieht man ihn in vollem Glanz: der Mähdrescher. 

Ich schnappe meinen kleinen Jungen aus dem Wagen, setzte mich mit ihm zwischen die Schafkötel und beobachte die Maschinen und die fleißigen Menschen, die diese Erntefahrzeuge führen und lenken können: Unsere fleißigen Bauern. 

Liebe Bauern, viel zu selten bedanken wir uns bei euch. Deshalb nun laut und aus voller Kraft vom Deich aus: DANKE. Für alles.

P.S. Statt ein normales Foto zu machen, hab ich mal die „Das ist Glück“-App von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein benutzt. So kann jetzt jeder sehen, dass es sich lohnt auch mal die andere Seite des Deiches zu beobachten und zu bewundern. Wenn das man kein #Glückswachstumsgebiet ist, dann weiß ich auch nicht. 😊 Habs besser mal gleich mit dem #Glücksmarkierungsband markiert. (Allerdings nur fürs Foto. Nicht, dass die Schafe sich verschnabulieren.)